Was schert mich mein Geschwätz von gestern? – Zum Wesen der Partei DIE LINKE, Teil 5

Redaktion – 5. April 2021

»Was schert mich mein Geschwätz von gestern?« Unter diesem Titel startete die Redaktion ROTER MORGEN mit Hilfe von befreundeten Autoren 2020 eine Artikelreihe, in der ungeordnet verschiedene Texte veröffentlicht werden, die sich mit der Partei die „Linke“ (PdL) als reformistisch-revisionistische Organisation befassen, deren Auswüchse nicht nur bürgerlich kuriose Ausmaße erreicht hat und damit auch sehr gefährlich geworden ist, weil ihre Politik Mitgliedern und Sympathisanten.
Anhand des nachfolgenden Beispiels ist auch gut zu erkennen, wie die revisionistische Politik der PdL den bürgerlichen Schreiberlingen gewollt und ungewollt eine Plattform für ihr pseudo-wissenschaftliches Geschreibsel bietet.

Die Haupttitel »Was schert mich mein Geschwätz von gestern?«, soll darauf hinweisen, dass alle in der zwischenzeitlich zu einer sozialdemokratischen Partei mutierten Gruppierung, einmal ganz andere Vorsätze hatten.

Der bekannte Dichtersänge und Blogger Jürgen Eger überreichte uns zur Veröffentlichung seine Rezension zum Buch »Sahra Wagenknecht, Von links bis heute«, von David Goeßmann, das schon 2019 im Verlag Das Neue Berlin, erschienen ist.
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Gastautor Jürgen Eger – 5. April 2021
Rezension Wagenknecht – Personenkult
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Jürgen Eger

Ein Freund brachte mir ein Buch: »Sahra Wagenknecht, Von links bis heute«. Der Buchrückentext und die Gliederung zeigen schon und hinreichend, worum es dem Autor geht. Also auch dem Verlag, also den Oehmes. Ich habe den Autor gegoogelt und einen Mainstreamer gefunden, wie er im Wiki-Buche steht. Er darf für alle Lügen-Größt-Medien sein Zeugs zusammenschmieren und also ein privilegiertes LÜGNER Leben fristen; wer Kohle machen will, sollte nicht allzu wählerisch sein.

Das Buch ist ein marktförmigstromliniges Produkt. Der Name Wagenknecht und dessen herrschaftsmediengemachter Sex als Titel und Inhalt, ausgestellt und auf den Markt geworfen, den politischen Sex der Person zu verkaufen. Zugleich zum eigenen Profit wie dem des Verlags, dem des Systems dienend. Die totale Gleichschaltung von Commerz und Ideologie. Der Text ist Personenkult, der aber nicht so geheißen werden darf, und soll passend machen, was nicht paßt. Gemäß der TV-serviellen Devise:

»Was nicht paßt, wird passend gemacht.«

Autor David Goeßmann

Der Text ist rein affirmativ; Wagenknecht wird im Dienste des Regimes falsch erzählt, Name und Person werden (fast nur) mit positiven Adjektiven und Komplimenten verbunden.

Sie habe „nach der Wende“ (euphemistisch für Anschluß der DDR) ihre politische Karriere (ein kapitalistisch positiver Terminus) gestartet. Sie habe sich gegen den intellektuellen Ausverkauf gestellt (wie heldisch!), sie sei standhaftgeblieben (E.H. wird nie so erzählt, weil er es war) , „Auch wenn sie das politische Geschäft als Bürde wahrnimmt, geht sie voran, angetrieben von dem Willen, Ideen auch umzusetzen.“ Lese ich auf S. 9, das ist die erste Seite des Texts. Wenn ein Autor das bzgl. des Stählernen (Stalin) publizierte, würde der Satz als „verherrlichend“ und also unzulässig erachtet und niedergekeift.

„Ihr politischer Optimismus scheint trotz Voranschreitens des – wie sie es nennt – vorherrschenden „Neofeudalismus“ – ungebrochen. Sie will verändern, den neuen Sozialismus noch selbst erleben.“ (S. 10) usw.

Man stelle sich vor, jemand würde den E.H. des VII. Parteitags oder des Oktober 1989 derart würdigen! Und Egon Krenz hätte wohl auch nichts dagegen, so beschrieben zu werden…

Solche personalen Darstellungen haben in der Politlandschaft eine konkrete Funktion. Der bzw. ein Biograph von Merkel behauptete z.B., das Merkel nicht nicht an der Jugendweihe in der DDR teilgenommen hätte. Das ist eine system-staats-gewollte Lüge. Damit Merkel das nicht selbst lügen muß, läßt man es den Biographen lügen. Man kann auf der Seite des Hauptlügenstroms (neudeutsch: Mainstream) der Merkel ja die Lügen des Biographen relativ schlecht vorwerfen. Da entsprechende Absprachen zwischen Autor und Biographiertem geheim sind und Verträge nicht veröffentlicht werden:

Die Jugendweihe war und ist gemäß der Brd-Propaganda DDR-kommunistisches Teufelszeug, die Teilnahme der Pfarrerstochter und Bumskanzlerine ist ein Makel, von diesem soll sie gereinigt werden – das ist der Zweck der Übung. Wie die Brd-Regimelinge keine Aufhellung oder nur Relativierung des schwarzgemalten „Bösen“ dulden, weder der DDR, noch der „Stasi(s)“, so müssen die Funktionäre des Regimes als Lichtgestalten der besten aller Welten gezeichnet werden. Immer und immer wieder. Und wo dunkle Flecken nicht mehr zu vertuschen sind, müssen sie permanent bis zum totalen Vergessen aufgehellt werden. Auch dahingehend wird die Geschichte immer und immer wieder umgeschrieben: Es geht um das Maximum, soweit es mittels permanenter Immer-Wieder-Neu-Umschreibung zu erreichen ist. Nach beiden Seiten: Das eigene Regime wird immer schöner erzählt, der Feind immer schwärzer-dunkler. Es geht stets um den Superlativ. Commerziell wie politisch.

Falls nun ein Zeuge aufträte, der das Gegenteil bewiese? Oder auch nur behauptete? Ein Biograph hat das geschrieben! Sie hat es gar nicht selbst behauptet, ein dementsprechendes Merkel-Zitat ist nicht belegt. also habe sie nicht gelogen.Warum sollte Merkel sich offziell zu so etwas geäußert haben – schließlich. Aber wehe, wenn ein DDR-Bürger analog argumentiert zu seinen Gunsten oder denen der DDR!

In den 1990ern haben die Besatzer den „Ostdeutschen“ via TV und Tagespresse wie Ratgeber-Bücherden rechtsstaatswidrigen Satz ausgegeben, am liebsten durch Juristen:

„Lügen sie das Gericht nicht an, lassen sie ihren Anwalt für sie lügen.“

Daß diese Regel rechts- und menschenrechtswidrig war und ist, kapieren regelmäßig nicht einmal die Juristen selbst bzw. wollen es nicht wissen: Ich habe es im Gerichtssaal erlebt, daß die §§ 138, 139 ZPO (Zivilprozeßordnung) unbekannt war. Schon gar nicht wollten sie sie einhalten. Die Anwälte genauso wenig wie der Richter. Die Brd-“Rechts“-Unordnung gebietet den Richter die Wahrheitssuche wie die wahrhaftige Angaben zu den Fakten durch die Parteien. Die Propaganda erzählt genau das Gegenteil, wie in diesem Beispiel, bis tief hinein in die Polizei- und Anwaltsserien im TV. Wo der kalkulierte Rechtsbruch gegen die Bösen immer wieder als moralisch über dem Recht stehend erzählt und gezeigt wird. Und es gibt so viele andere Beispiele.

Wagenknecht wird wie andere auch durch Bücher dieser Art:

1. In ihrer Bedeutung erhöht im Staatstheater – den König machen immer die anderen. Besagt ein altes Theatergesetz. Niemand, den die Systemlinge als fremd-feindlich, ernsthafte Konurrenten usw. ansehen, darf derart medial beachtet werden.

2. Die Autoren Lügen derart Porträtierte in system-staatsgewünschter Weise um, also in systemgenehmer Weise, ohne daß die Porträtierten es selbst tun müssen. Täten sie es – wie z.B. Popstars der (West-) Deutschen wie Lindenberg, Gauck, Trump und Hitler es taten, würden die zur Rolle gehörende Bescheidenheit angekratzt.

3. Den Porträtierten wird geschmeichelt, sie werden personenkultig erhöht. Und neigen dadurch stärker dazu, die ihnen zugewiesene Rolle auch zu spielen. Je gläubiger, desto überzeugender.

4. Sie werden umgeschrieben mit dem Umschreiben dessen, was sie geschrieben, gesagt und getan haben.

5. Ihnen wird die Richtung gewiesen, in die sie sich zukünftig zu bewegen haben. Wollen sie, daß der bisherige Erfolg, der zu diesem Porträt geführt hat, anhält und sich noch steigert.

6. Sie werden auf diese Weise in das System integriert bzw. stärker integriert.

7. Sie scheinen und sind mittels des Porträts wichtiger und erfolgreicher als bisher und als die nicht Porträtierten.

8. Sie werden mittels Aufnahme ins Verlagsprogramm, als Name und Thema, noch mehr Teil des kapitalistischen Profit-Akkumulations-Gleichschaltungs-Betriebs.

Usw. Aus dem Buchrückentext:

„Die Ostdeutsche startete nach dem Fall der Mauer, eine politische Karriere, die sie zu einer der wichtigsten Frauen der deutschen Politik machte.“

1. Sie war DDR-Bürgerin und nicht „Ostdeutsche“, als sie startete. Jedenfalls besagt die Zeitform des Verbs, daß nicht die jetzige „Ostdeutsche“ gemeint ist. Die sie ja heute gar nicht ist, denn sie lebt ja im Saarland. Jedenfalls ist mir nicht bekannt, daß E.H., der aus dem Saarland stammt, deshalb jemals als Westdeutscher verhandelt worden wäre.

2. Die „Mauer“ ist nicht gefallen: Eines der Lieblingsmotive der Brd-“Wiedervereinigungs“-Propagandisten ist ja das Tanzen der Westdeutschen auf der „gefallenen“ Mauer. Die stand wie eine 1. Sonst hätten die DDR-Zerstörer ja nicht auf ihr tanzen können. Sie zeigen das Tanzen auf der „Mauer“, die gar keine war, und behaupten gleichzeitig, die sichtbar stehende Grenzbefestigung sei gefallen.

Vielmehr wurde die Grenze geöffnet, die DDR verlor dadurch die Souveränität des Staats und des Volks und gelangte unter die Fremdherrschaft der westdeutschen Staatsnazis und wurde Kolonie hauptsächlich der Brd-ler.

3. Sie startete auch keinerlei Karriere. Schon gar nicht „nach der Wende“. Sie versuchte als junge Menschin und gegen den Zeitgeist, sich politisch zu engagieren, indem sie in der Gysi-Partei mitmachte. Die damals schon mit falschen Versprechungen agitierte. Dort wurde sie zwar von Gysi und seinem ganzen Apparat autoritär1 und repressiv – siehe Seite 10 des Buches und hier weiter unten! – niedergehalten und abgerichtet, kam aber doch, nicht zuletzt als Gegenstand der TV-Berichtungen, zu einer gewissen Bekanntheit. Ihr Abstellgleis hieß um die oder über 20 Jahre lang „kommunistische Plattform“, wo sie die jahrelange Sprecherin gab.

4. Ihre „Karriere“ startete ca. 2 Jahrzehnte später. Das war, als Prinz Lafo auf seinem weißen Brd-Polit-Roß daherkam und sie entdeckte, aus dem gysischen Gängelkäfig befreite, um nicht zu schreiben: loskaufte. Es war ein Geschäft zwischen Gysi und Lafo. Gysi wollte Lafo für die Bedeutung seiner Partei und Lafo wollte Wagenknecht. So macht man das in „me too“-Zeiten, und keine Staats- und Medien-Keiftusse kommt auf die Idee, das zu bemerken.

Er brachte sie heim auf sein Schloß und legte sie in sein Bettchen. Dafür las sie ihm im Bumstag die Fusseln vom Jackett. Und der Hofstaat jubelte: Die Eben-noch-Kommunistin hat sich dem Arisieur Lafo unterworfen. Eine Fortsetzung der Wehrmachtsbordell in Paris wie in Minsk und anderswo. Und seit er sich vom Bumstag in die politische Provinz und auf sein Prinzen-Schloß zurückgezogen hat, hält sie nun von Berlin aus seine Reden. Und auf keinen Fall deutet sie Lafos Verbrechen gegen mein Volk der DDR als einer der Ober-Ariseure und Ober-Besatzer und als Kriegskassenfüller für den Überfalls auf die Bundesrepublik Jugoslawien 1999 auch nur an. Soviel Loyalität muß so „links“ schon sein! Gegenüber dem Bettgenossen. Und der Herrschaft, versteht sich. Die die Loyalität gegenüber dem Volk logisch und erfahrungsgemäß ausschließt.

5. Sie verließ auf Geheiß Lafos die kommunistische Plattform: Es war nicht etwa umgekehrt, daß Lafo aus der reinen Liebe zu ihr die Plattform betreten hätte… Nein, die prostituierende „Liebe“ in der Geldherrschaft geht mit 99,9 % iger Wahrscheinlickeit immer nur in Richtung des Geldes wie in Richtung des 25…30 Jahre älteren Mannes. Nicht umgekehrt.

6. Das Regime „vergaß“ auf der Grundlage dieses Deals, daß sie dort 10…15 jahre lang die Sprecherin war. Wie man auf „Wikipedia“ nachlesen kann. Analog zur Jugendweihe-Lüge des Merkel-Biographen. Während die Regimelinge die Lügen wider Kurt Demmler, die ihn im Merkel-Knast das Leben gekostet haben, immer und immer wieder repetiert. Mal sehen, wann auch ihre Mitgliedschaft aus der Wiki-Erinnerung gelöscht ist.

7. Nun – also durch ihre sexuelle Aufnordnung – durfte sie frei und öffentlich die sozenundemokratisch-pseudolinken Texte Lafos sprechen und seine Ideen unter ihrem Namen propagieren. Das ist einfach sexier.

8. Also werden nun Bücher über sie geschrieben, in denen das, was als ihre Texte veröffentlicht wird, noch einmal umgeschrieben wird auf das, was der Brd-Volker gefälligst zu verstehen haben. Wie „Tagesschau“-Nachrichten heute oft genug aus 10 Sekunden tatsächlicher Nachricht und 10 Minuten Interpretation bestehen.

9. Und der „linke“ Verlag „Das Neue Berlin“ darf damit bissl Kasse zu machen versuchen; mit Wagenknecht-Kritischem und Lafo-Kritischem wäre das a priori kaum möglich – diesem Verlag gar nicht. Das dürften in Maßen rechte bzw. „rechte“ Medien. Der Deal zwischen Regime und Gysiisten scheint aber soweit gleichschaltungsdurchregiert, daß Kritisches wieder Gysi, Wagenknecht, Lafo als nicht marktgängig gilt.

10. Das Prinzip der faschistischen sexuellen Aufnordung wird prototypisch durch Hannah Arendt repräsentiert: Der faschistische Chef-“Philosoph“ Heidegger2 holte sich seine jüdische Studentin ins Bett, verriet aber ihre junge Liebe an seinen „Führer“. Sie mußte das DR mit dem importierten Kanzler A.H. verlassen und blieb ihrem Aufnorder lebenslang treu und rächte sich stattdessen an J.W. Stalin, der dafür gar nichts konnte, indem sie ihn mit Hitler gleichsetzte. Und weil sie in das Land der seit 1945 Kolonialherren über die Westdeutschen ausgewandert war und diese Kolonialherren sie als ihre Agentin gegen das deutsche Volk einsetzten und auch gegen ehrliche Juden, die den Blutgeld-Deal abgelehnt hatten und gegen Zeugen der faschistischen Verbrechen, wurde sie von den deutschen Ami-Polit-Marionetten personenkultig verheiligt und verherrlicht. Und eine der dümmsten und korruptesten Jüdinnen hat seither gefälligst als superintellektuelle Obermoralistin zu gelten. Und man weiß gar nicht, was lächerlicher ist: Diese „Karriere“ oder daß es keine Kinder mehr gibt, die sagen, daß auch diese Kaiserin nackt geht.

***

Dem Regime ist es wichtig, daß rechte Ideen auch als linke daherkommen. Zum Zweck der Totalverwirrung der Unteren zu ihrer möglichst leichten und insbesondere „alternativlosen“ Durchregierung. Wir sehen auch hier: Die totale Gleichschaltung von Commerz und Staatspropaganda. Es gibt hier u.a. die hübsche Analogie zu „ostdeutsch“: Die „ostdeutschen“ Ministerpräsidenten Biedenkopf, Vogel, Ramelow, die „ostdeutschen“ Politiker-Abgeordneten Gauland und Höcke sind mindestens so „ostdeutsch“ wie die „Linken“ Gysi, Bartsch, Dagdelen, Kipping, Wellsow, Wissler usw. links sind. Es geht dem Regime dringendst um die fundamentale Verwechslung von totalkorrupt mit links. Daß der damalige Generalsekretär der Pds Bartsch diese Partei mal verlassen hat mit dem Satz „Nie wieder so wenig verdienen wie in der Pds“, wurde von den rechten Medien und Politniks ebenso vergessen gemacht wie von den „linken“… Komische Zufälle gibt’s! Und wie hoch sein Wiedereinstiegsgeld war nach seiner offensichtlich mißlungenen Auszeit in der Immobilien-Branche, haben die Gysiisten supertransparent nie hören lassen. Und deren angebliche Opponenten rechts nie wissen wollen.

Auf Seite 26 habe ich es mit dem Buch aufgegeben. Der Goeßmann schreibt, und die Oehmes ließen es drucken: Dermaßen schlimmen Schwachsinn…

Das Kapitel „Menschenfreundlichkeit Ost vs. West“ auf Seite 26 beginnt also:

„Es ist gleichzeitig undifferenziert zu sagen, dass die DDR das menschenfreundlichste Gesellschaftssystem der deutschen Geschichte aufgebaut habe. Damit wird der grundsätzlich repressive Charakter des Staates unter dem Sowjetmodell ausgeblendet und beschönigt. Vielleicht waren in der DDR die Straßen sauber, die Städte und Betriebe ruhig und störungsfrei organisiert, die Ordnung insgesamt stärker ausbalanciert als in freieren Gesellschaften. Aber es war eine von oben erzwungene Friedhofsruhe, staatlich erzwungen, erkauft mit dem systematischen Ausverkauf von politischer Freiheit, Selbstbestimmung und dem offenen Austausch von Bürgern und Arbeitern. Und das war durchaus systematisch, von Anfang an im Sowjetsystem angelegt, also kein bloßer Fehler im System, wie wir noch sehen werden.“

Das alles ist mindestens so „undifferenziert“, wie zu sagen, daß man deutsche Faschisten und ihre Mitläufer daran erkennt, daß sie den deutschen Faschismus einen nationalen Sozialismus nennen. Woraus also folgt, Adolf Hitler sei ein Sozialist gewesen. Wie es auch völlig „undifferenziert“ wäre, zu sagen, daß Adenauer und Kohl Katholiken waren wie Adolf Hitler und es deshalb so prima mit dem Papst klappte und mit der Rattenlinie sowieso. Und daß diese politischen Kriterien auch für Wagenknecht genauso tabu sind, wie die westdeutsch-arische Herrschaft es diktiert. Schon weil Lafo ja Katholik ist. Soweit unsereiner weiß. Das Wahre wird also mittels „undifferenziert“ weggelogen und tabuisiert. Daß die Untertanen in den Kategorien ihrer Unterdrücker denken und nicht ihre eigenen denken. Nicht ihr Interesse, nicht die dazugehörigen Kategorien.

Wie gesagt: Mit diesem Goeßmann-Schwachsinn war dann Schluß für mich als Leser seiner „Differenziert“-heiten. Mit derartigem Sprach- und Lügenmüll sollte man sich nicht selbst die Zeit stehlen. Zumal in fortgeschrittenem Alter. Denn man kann die selbe Zeit, in der man diesen Müll aufnimmt und umblättert, nicht mit Vernünftigem verbringen; während Vorgänger-Faschismen noch weit offener mittels Verbote diktierten und unterdrückten, wird heutzutage die Wahrheit mittels Überproduktion und Resourcen-Verschwendung weitestgehend unauffindbar im Lügenmüll verschüttet.

Was wäre an dem „offenen Austausch von Bürgern und Arbeitern“ schlecht? Oder an erzwungener Friedlichkeit, zumal Frieden ohne Zwang offenbar nicht zu bekommen ist. Den Kaufpreis zahlt man doch gern! Und welche komische Gruppierung: Sind Arbeiter keine Bürger in der DDR gewesen? Saubere Straßen = böse Diktatur? Und welche Friedhofsruhe? Die DDR-Bürger lebten länger, es gab weit weniger Morde, kein Contergan-Skandale, kein AstraZeneca-Abspritzungen usw. Allerdings darf das der normalverpeilte Brd-Total-Trottel, wie Goeßmann ihn mit der „Friedhofsruhe“ und etlichem anderen gibt, nicht wissen und muß, wenn ihm das gesagt wird, sofort etwas von wegen DDR-Verherrlichung keifen oder choleriken.

Selbst wenn die DDR repressiv genannt werden müßte – sie war es auf keinen Fall mehr als die Brd, fast egal wie „repressiv“ definiert würde, falls es irgend wann mal definiert würde – die sogenannte Freiheit der Brd zeigt doch die menschlichen Kosten eines Systems, das zumindest indirekt behauptet, nicht repressiv zu sein, wie mit dieser Textstelle. Warum müssen Menschenfreundlichkeit und Repression – scheinbar – Gegensätze sein? Vielleicht würde ich dafür gern von dem Autor in diesem Buch eine Erklärung und entsprechende Definitionen erfahren? Vielleicht müßte ich dafür nur weiterlesen? Ich weiß aber schon an dieser Stelle: Solche Erklärungen gibt es nicht in diesem Buch, auch anderswo nicht durch diesen Autor. Wie in keinem systemfrommen Buch eines merkelistisch-verblödeten Autors.

Es gibt 189 Fußnoten. Das Buch kommt also (pseudo-) wissenschaftlich daher. Die ausgeteilte Ideologie ist der heute übliche Merkelismus: Jede Menge falsche Wörter, pseudoobjektive Parteiischkeit in Hitler-Goebbels-Tradition. Also der hochgepriesene sogenannte „Liberalismus“. Denn diese politische Richtungsbestimmung ist aus dem Lateinischen ‚liberare‚ = ‚befreien‘, ‚freilassen‘ abgeleitet. Das Wort ist in dieser Verwendung eine Lüge. Mit ‚neo‘ = ‚neu‘ davor wird aus dieser Lüge auch nichts Besseres als eine Lüge ohne ‚neo‘ davor. Was man übrigens u.a. daran erkennen kann, daß es zwar die Wörter ‚Neonazis‘ und ‚Neoliberalismus’ gibt, denn ‚neo‘ = ‚neu‘ klingt gut, verschönt das Wort und damit den Gegenstand, den es bezeichnet. Deshalb hat man von Neokommunisten oder der Neo-DDR noch nie etwas gehört oder gelesen in der Sprache der Herrschaft der Brd-Staats-Nazis. Die, wie schon bemerkt, den deutschen Faschismus einen nationalen Sozialismus nennen. Denn das hat Adolf Hitler den Deutschen 1933 mit seinem Amtsantritt als Kanzler 1933 diktiert. Und sein ewiger Pimpf H. Kohl hat in katholisch-gläubiger Befehlsausführung diesen Befehl „in Rechtsnachfolge in Identität“ 1990 gegen die DDR-Bürger wiederholt. Also plappern die Gysiisten das volksverräterisch nach.

Ein weiteres Mal zeigt sich mit diesem Text: Die Freiheit der faschistischen Diktatoren ist das Zuchthaus, Ghetto und KZ der Ungläubigen. Nicht nur gedanklich, wie der merkelsche Volksstubenarrest nun selbst Millionen Deutschen zeigt, denen die Verjudung der DDR-Bürger seit 1990 bislang an ihren privilegierten Hinterteilen vorbei ging. Und nun lernen sie die sogenannte Freiheit der Sieger über die angebliche Repression am eigenen Leibe kennen. Aber merkelscher Maskenzwang, Langzeit-Lügen-Verblödungs-Propanganda, Volksstubenarrest, Impf-Nötigung bis -Erpressung usw. heißen weder diktatorisch, noch repressiv, nicht totalitär, noch sonstwie negativ. Die Unzumutbarkeiten haben gefälligst bejubelt zu werden! Da Merkel & Co. permanent die „Versöhnung der Religionen“ predigen. Und das ist nichts anderes als die permanente Mordrohung gegen alle Ungläubigen. Nur die Waffen sind verschiedene.

Und ick kann jar nicht so ville fressen, wie ick kotzen möchte!
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Anmerkungen:
>> zu repressiv: ‚Autoritär‘ und ‚repressiv‘ sind typische Regime-Propaganda-Wörter, die für eine aufklärerische Analyse völlig untauglich sind. Wer Wörter wie diese distanzlos benutzt, redet den Interessen der Herrschaft das Wort.
>>> zu Heidegger: Philosoph und Faschist sind nach aufklärerischer Anschauung zwei einander ausschließende Eigenschaften. Wie der Staatspfaffe Gauck sich lächerlicherweise für einen Aufklärer ausgibt, da die Pfaffen immer die Todfeinde der Aufklärer und der Wissenschaft waren, sind und bleiben werden, der TV-Staatspfaffe Lesch als Astrophysiker schauspielert. Und so labern die dann auch. Heidegger war neben Rosenberg (Amt Rosenberg) einer der beiden Chef-„Philosophen“ der Hitlerei. Also galt er in der DDR nicht als Philosoph, sondern als Nazi. Während die Brd-ler ihn erst vor ca. 10 Jahren von wegen der „schwarzen Hefte“ aus den philophischen Diskursen genommen haben auf Geheiß der Ami-Kolonial-Diktatoren.
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Habt Ihr Anmerkungen, Fragen oder Kritik an diesem Text, lasst uns bitte unten im „Kommibereich“ solidarisch darüber diskutieren.
Persönlich erreicht ihr mich bei fb unter https://www.facebook.com/jurgen.eger.37 und per eMail unter: egerbureau(at)googlemail.com
Jürgen

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Anmerkungen der Redaktion:

Wir Marxisten-Leninisten lehnen die Politik von revisionistischen und reformistischen Parteien wie die PdL entschieden ab, weil sie Illusionen schürt, dass der Kapitalismus zu reformieren sein und so letztlich auch für das Proletariat erträglich wäre. Zudem fördern die bürgerlichen Strukturen solcher Parteien den Aktivismus der Mitglieder bis hin zur Selbstaufgabe. Anhand des obigen Beispiels ist auch gut zu erkennen, wie revisionistische Politik den bürgerlichen Schreiberlingen gewollt und ungewollt eine Plattform für ihr pseudo-wissenschaftliches Geschreibsel bietet.

Wir fordern alle Mitglieder und Unterstützer der PdL zu grundlegenden und solidarischen Diskussionen über das Wesen des Kapitalismus und dessen endgültig Vernichtung heraus. Das heißt, dass wir neben einer solidarischen Zusammenarbeit mit ihnen in allen Punkten, in denen wir einer Meinung sind, immer wieder die Frage nach dem gewaltsamen Sturz der herrschenden Klasse stellen und revisionistische Theorien, die verkünden, dass dieses überflüssig sei, immer wieder scharf angreifen und entlarven.
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Lest dazu auch:

Was schert mich mein Geschwätz von gestern? – Zum Wesen der Partei DIE LINKE, Teil 1

Was schert mich mein Geschwätz von gestern? – Zum Wesen der Partei DIE LINKE, Teil 2

Was schert mich mein Geschwätz von gestern? – Zum Wesen der Partei DIE LINKE, Teil 3

Was schert mich mein Geschwätz von gestern? – Zum Wesen der Partei DIE LINKE, Teil 4

 

 

 

 

 

2 Kommentare

  1. „Wer Kohle machen will, sollte nicht allzu wählerisch sein.“
    Ich schließe mich diesem Urteil über Sahra Wagenknecht, der Thilo-Sarrazin der Linken, an.

  2. Ist das Querfront?
    DIE SELBSTGERECHTEN (zum neuen Buch von SAHRA WAGENKNECHT– eine erste Betrachtung nach 100 Seiten Buch…
    Eine werdende Buchbesprechung, „Work In Progress“
    Teil II
    Kapitel 3 und 4
    Solidarität, Triumph und Demütigung: Die Geschichte der Arbeiter ( mehr zu Kap 3)
    „Nichts zu verlieren“ ist der erste Abschnitt überschrieben. Es folgt ein nützlicher Schnelldurchgang durch 2 Jahrhundert (Sozial)-Geschichte der Arbeiterbewegung bzw der Arbeit und Produktionsverhältnisse. Die Perspektive der Betrachtung inklusive des gut verständlichen Überblicks macht die Sache für Wissende wie (auf diesem Gebiet) Unwissende spannend.
    „Die Industriearbeiterschaft hatte einmal ihre große Erzählung, die in Rudimenten bis heute lebendig ist“ schreibt Sahra. Diese Erzählung war die gemeinsamer Erfahrungen und Kämpfe, die in allen Industrienationen für große Teile der Klasse zu einem einigermaßen gesichertem Leben als Teil der Mittelschicht führten. Die Aufstiegschancen wurden größer, mehr Bildung, akademische Wege wurden vielen möglich. Das Arbeitsleben war in den großen Betrieben und vielen Branchen geregelt, tarifliche Standards erkämpft. Im Großbetrieb hatte die Gewerkschaft Tarifverträge, die z.B. auch Reinigungspersonal umfasste. Der Putzfrau mit IG-Metalltarif ging es besser als der outgesourcten Reinigungsfachkraft .
    Die neoliberale Deindustrialisierungspolitik, Zeitmarken 1979 (Thatcher), 1981 Reagan , die fortschreitende (gewollte) Globalisierung leiteten politisch das Ende dieses Zeitalters ein. Die gemeinsamen großen Strukturen wurden zerstört, die Dienstleistungswirtschaft wuchs.
    In den neuen Sektoren spielten Gewerkschaften und Tarife keine wichtige Rolle mehr.
    Viele Jobs wurden Niedriglohnjobs. Ökonomisch und politisch so gewollt.
    Zitat:
    „Wie zum letzten Mal im 19.Jahrhundert lässt sich die Verschlechterung der Lebenssituation der Arbeiter heute wieder an zunehmenden Erkrankungen und einer sinkenden Lebenserwartung ablesen. Ein Extrembeispiel ist der ärmste Bezirk im schottischen Glasgow, in dem besonders viel Menschen, die durch die Entwicklung der letzten Jahrzehnte aus der Bahn geworfen wurden. Hier beträgt die Lebenserwartung aktuell 54 Jahre, 30 Jahre weniger als in den reichen Londoner Vierteln Kensington und Chelesa.“ (S.75)
    30 Jahre früher sterben dort die Menschen an den „Verhältnissen“. Ähnliche Entwicklungen, bei denen es auch um 10 und mehr Jahre Lebenszeit geht, gehen durch große Teile abgehängter Regionen der westlichen kapitalistischen Welt.
    Interessant, dass derartige Zitate bei der Bewertung, auf welcher Seite Sahra Wagenknecht steht, bei ihren Gegnern nicht die geringste Rolle spielen. Der Bezug auf „skurrile Minderheiten“ scheint viel spannender zu sein. Das kann man wohl als Bestätigung, zumindest als handfestes Indiz, für Sahras Auffassung der Ideologie der Linksliberalen werten….
    Die neue akademische Mittelschicht (Kap 4)
    Sahra weist im Kapitel „Die neue akademische Mittelschicht“ darauf hin, dass die Zerstörung von Werten der Gemeinsamkeit durch neue neoliberale Werte, durch Anforderungen an Flexibilität, an „Heimatlosigkeit“ (Mobilität), die Zerstörung solidarischer Milieus , bis hin zur Familie , zur Glorifizierung eines Weltbürgertums, des (gehobenen) Nomaden oder Jägers, der der Kapitalverwertung hinterher hechelt, dass diese Zerstörung von Werten nicht nur die Organisation und die Kultur der Arbeiterbewegung betraf und betrifft. Vom Verein bis zur Partei und dem Kleingartenverein, der gewachsenen Wohnsiedlung bis zum Verständnis der daraus resultierenden gemeinsamen „Erzählung“.
    Auch klassische konservative Werte sind damit zerstört worden, nicht von den Ideen der 68er, sondern vom neoliberalen Kapitalismusmodell und von der neoliberalen sowie linksliberalen Erzählung. Diese flankierten diese Entwicklung und resultierten auch aus ihr.
    Sie charakterisiert den Linksliberalismus als weder links noch liberal (liberal, im Sinn von Freiheit und Aufklärung).
    Sahra sieht in den Trägern des Linksliberalismus die neuen , überwiegend urbanen, großstädtischen akademischen Mittelschichten, die weitgehend separiert von z.B. Facharbeitern und Reinigungskräften leben und arbeiten. Die Miete oder gar das Eigentum in „deren“ Wohngebieten können sich einfache Arbeiter oder Angestellte nicht leisten. Arbeitslose schon gar nicht.
    Das sind gehobene, obere Mittelschichten, die zu den Gewinnern der letzten Jahrzehnte und der Globalisierung gehören.
    Deren Erzählung ist eine des Fortschritts, der weltoffenen Welt, der guten – wenn erforderlich – privaten Bildung und Schulen. Deren Lebenserwartung und Lebensqualität stieg und steigt weiter.
    Deren „linksliberale Erzählung “ machen sich auch jene zu eigen, deren Bildungsstand ebenfalls akademisch ist, die aber eigentlich nicht dazu gehören, weil sie mit prekären Akademikerjobs objektiv eher zu den Verlieren gehören.
    Diese Gruppen sind für Wagenknecht die Träger des Linksliberalismus, der mit den Wertvorstellungen der Schichten unter ihnen nichts mehr gemein hat, oder nicht viel – und umgekehrt.
    Auf Seite 97 eine (Zwischen)Bilanz:
    „Damit allerdings hat die Linke die Seiten gewechselt. Während die traditionelle Linke die Unterprivilegierten, die Menschen mit geringeren Bildungschancen und weniger Einkommen vertreten hat, steht die linksliberale Linke auf der Seite der Gewinner der sozialen Veränderungen der letzten Jahrzehnte. Die Verlierer haben damit ihre authentische politische Stimme verloren und wenden sich entweder ganz von der Politik ab oder nach rechts.“
    Sahras linksliberale Gegner haben vollkommen recht, „Sag mir wo du stehst“, die Frage
    „Which side are you on?“ steht im Raum

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