Dresden, „nur“ bis zu 25.000 Tote?

Dresden 1945. Foto: leolintang. Quelle YouTube. bea: Roter Morgen

Redaktion – 21. Mai 2020

Im Februar 1945 wurde die Innenstadt von Dresden durch alliierte Bombenangriffe fast völlig zerstört. In mehreren Angriffswellen wurden tausende Sprengsätze und Brandbomben auf die barocke Stadt, ihre Bewohner und tausende Flüchtlinge geworfen. Bei diesem Bombenterror starben bis zu 135.000 Menschen. Bis heute sind die Wunden nicht geheilt. In diesem Jahr jähren sich die Angriffe zum 75. Mal.

Unser Leser, Blogger und Volkskorrespondent Sascha Iwanow verfasste heute einen Text der uns alle zum Nachdenke anregen soll:

Dresden, „nur“ bis zu 25.000 Tote?

Jahrzehnte lebte ich mit einer Opferzahl von 120 – 135.000 Toten, – bis mir die Geschichtsfälscher der herrschenden Finanz-, Konzern- und Medien-Bourgeoisie einreden wollen, es wären „nur“ bis zu 25.000 Tote gewesen.

Die Stadt selbst hat eine Stelle auf dem Altmarkt gekennzeichnet, an der allein 6865 Leichen verbrannt wurden (s. o.). – Und es gab mehrere dieser Scheiterhaufen, auf denen die Menschlichkeit, verbrannt wurde.

Die Bombardierung Dresdens war und ist für mich ein Kriegsverbrechen, ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, wie Hiroshima oder Nagasaki!

Ein Bombenkrieg kann man, meiner Meinung nach, mit anderen „industriellen Vernichtungen von Menschen“ gleichsetzen.

Dies ist ein Film aus dem Jahre 1956/57. Seht euch das Video genau an – hört vor allen Dingen auf die Zahl der Opfer!

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Für den Inhalt dieses Artikels ist der Autor bzw. die Autorin verantwortlich.
Dabei muss es sich nicht grundsätzlich um die Meinung der Redaktion handeln.

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3 Kommentare

  1. Die Kriegs- und Nachkriegsverbrechn der ehemaligen Kriegsgegner wurden und werden doch samt und sonders verschwiegen, während, den Deutschen fremde Kriegsverbrechen nagehängt wurden (Massaker von Katyn) bzw. konstruierte Kriegsverbrechen angehängt werden, wie z. B. hier:
    https://www.youtube.com/watch?v=MA1BX7jPPMo

    Zudem werden Dinge im Kontext unsinnig wiedergegeben: Krieg ist Krieg, nicht Fest der freundschaft, und wenn Partisanen in einem unterworfenen Land mit Attentaen dafür sorgen, dass Panzerdivisionen nicht schnell genug zur Front kommen, dann bleibt den besatzungstruppen keine Alternative zu abschreckenden Maßnahmen gegen solche Art des Widerstands. Stalin wäre damit zweifellos nicht anders umgegangen, und anderen ist es lediglich erspart geblieben, sich mit solchen Problemen auseinandersetzen zu müssen. Das ist keine generelle Rechtfertigung für von Deutschen zweifellos begangene Verbrechen, aber man muss die Dinge schon von allen Seiten betrachten: Die Strafaktionen der SS waren z.T. militärisch notwendig, die Bombardierung von Dresden im februar 1945 war militärisch sinnlos, war ein purer Akt des Sadismus.

    • @ Winfried Sobottka,

      Ihre Art Kriegsverbrechen zu erklären, zu relativieren und mit zweierlei Maß zu messen, entbehrt jeder Logik und Moral.
      Wenn deutsche Soldaten unschuldige Zivilisten erschießen weil Partisanen „in einem unterworfenen Land mit Attentaten dafür sorgen, dass Panzerdivisionen nicht schnell genug zur Front kommen, dann bleibt den Besatzungstruppen keine Alternative zu abschreckenden Maßnahmen gegen solche Art des Widerstands.“
      In der Sowjetunion starben mehr Zivilisten im Hinterland als Soldaten an der Front.
      Wenn aber alliierte Bomber unschuldige Zivilisten einäschern, ist „die Bombardierung von Dresden im Februar 1945 […] militärisch sinnlos, […] ein purer Akt des Sadismus.“
      Offiziell werden die Toten des Bombenkrieges in Deutschland mit 500.000 Tote angegeben. Wenn man diesen Zahlen auch nicht trauen kann, – sie verdoppelt oder verdreifacht, – bleibt sie doch „relativ gering“.
      Dabei sind beide Arten von Kriegsführung, – das Erschießen von Zivilisten und die Bombardierung von Städten, – Kriegsverbreben, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, entspringt aber derselben imperialistischen bzw. faschistischen Ideologie, und sollte nicht relativiert oder sogar verteidigt werden.

      Zu Katyn und Ihrer Aussage: „Die Kriegs- und Nachkriegsverbrechen der ehemaligen Kriegsgegner wurden und werden doch samt und sonders verschwiegen, während, den Deutschen fremde Kriegsverbrechen angehängt wurden.“
      Das Verbrechen von Katyn war ein deutsches Verbrechen, ob von Wehrmacht oder SS begangen, ist völlig nebensächlich, – und nicht ein sowjetisches Verbrechen (Stalin, NKWD).
      Wenn Sie einmal eine andere Sichtweise auf Katy haben wollen, sollten sie auf meinen Blog: Sascha Iwanows Welt – die Welt wie ich sie sehe (https://saschasweltsicht.wordpress.com/), gehen und dort „Katyn“ eingeben.
      Ihnen scheint nicht zur Kenntnis gelangt zu sein, dass eine Klage gegen Russland, – dem Rechtsnachfolgestaat der Sowjetunion, – von betroffenen Bürgern aus Polen, – Verwandten der polnischen Offiziere, – vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, – und damit Widergutmachungszahlungen Seitens Russland,- abgelehnt wurde. (näheres auf meinen Blog). Die „Beweise“ wurden von Gericht noch nicht einmal zu Kenntnis genommen.
      Es ist nämlich ein gewaltiger Unterschied, ob eine Geschichtsfälscher, ein Neuer Deutscher Faschist oder Politiker aller Couleur, behaupten, dass Verbrechen wurde auf Befehl Stalins begangen, oder, ob ein Gericht nach internationalem Recht, rechtsbeständige Urteile fällen muss. Die ersten können lügen, bis sich die Balken biegen, – und machen es auch, – die zweiten nicht! Sie müssen sich, gerade bei so einem sensiblen Thema, an die Gesetze halten, selbst in einer Klassenjustiz.
      Also: Willkommen auf meinem Blog!

      „Krieg ist Krieg, nicht Fest der Freundschaft, …“

      Dieser Satz sagt viel über Ihr verdrehtes Geschichts- und Weltbild, und damit über Ihre Philosophie und Moralvorstellungen, aus. Krieg ist Krieg, basta, – und das rechtfertigt jedes Verbrechen, vor allen Dingen gegen „solche Art des Widerstands von Partisanen“, – begangen von Deutschen.
      Zunächst einmal sollte man nach dem Charakter eines Krieges fragen.
      Deutschland führte einen Angriffs-, Eroberungs- und Vernichtungskrieg, also einen ungerechten und verbrecherischen Krieg; – so wie alle Kriege, die Klassengesellschaften, – ob Sklavenhalter, Fürsten, Könige und Kaiser, Kolonialherren, Kapitalisten, Imperialisten und Faschisten, – bis dahin geführt haben, verbrecherische Kriege waren, sogar der 2. Weltkrieg von Seiten der Westalliierten gegen Deutschland und Japan. Und so handelten sie auch!
      Die Sowjetunion dagegen führte einen Verteidigungskrieg, also einen gerechten Krieg, der von weiten Teilen der Bevölkerung geführt wurde und somit ein Volkskrieg war. Partisanenkrieg ist Volkskrieg! Und sie führten einen gerechten Krieg, und zwar gegen Verbrecher, die in ihr Land eingefallen sind, die raubten, die plünderten, die vergewaltigten und die mordeten.
      Krieg ist eben nicht gleich Krieg!

      Es war und es ist die imperialistisch-faschistische Ideologie, – der schon der Krieg selbst entsprungen war und heute immer noch Kriege entspringen – Lebensraum im Osten, Vernichtung des jüdischen Bolschewismus, Weltherrschaft, Sicherung von Ressourcen und Märkte, – die, die Grundlage für die alternativlosen „abschreckende Maßnahmen“, die Erschießung von Zivilisten, war.
      Und es war die gleiche imperialistischen-faschistische Philosophie nach der die Armee der englischen und us-amerikanischen Imperialisten handelten. Bei ihnen mussten der Satz: „Krieg ist Krieg“, herhalten, für Verbrechen wie der Bombenkrieg gegen Deutschland (Hamburg, Köln, Berlin, Dresden und viele Städte mehr), der Bombenkrieg in der Normandie, – kurz nach der Landung, – und die Atombombenabwürfe von Hiroshima und Nagasaki.
      Einen Krieg gewinnt man auf dem Schlachtfeld, – nicht durch die Vernichtung von hunderttausenden Zivilisten, der Vernichtung von jahrhundertaltem Kulturerbe oder der Zerstörung ganzer Städte.
      Hinzu kam im 2. Weltkrieg, dass antagonistische Staaten Alliierte waren, wobei die Engländer, die USA und die Franzosen, die Sowjetunion dazu benutzten, ihre Interessen zu verteidigen. Diese Interessen wurden am Ende des Krieges aber von der Sowjetunion „bedroht“, – so glaubte man in London und Washington, – und so waren die Bombardierung Dresdens (Februar 1945) und Atombombenabwürfe schon deshalb sinnlos und ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit, weil sie nur der Abschreckung dienen sollten, – eine Auswirkung auf den 2. Weltkrieg hatten sie nicht im Geringsten!
      Hier wurde der Tod hunderttausende Menschen dazu benutzt, die Sowjetunion einzuschüchtern. Die Botschaft dahinter war eindeutig: Seht her, das gleiche können wir auch mit euch machen, wir haben jetzt die besten Waffen (Atombomben). – Die Ideologie des Imperialismus mit dem Streben nach der Weltherrschaft.

      Zu Stalin.
      Ihr Bild von Stalin nährt sich aus der bürgerlich-kapitalistischen Geschichtsschreibung nach dem 2. Wk. Heinrich Schreiber hat völlig recht was er schreibt. Von Stalin stammt die Aussage: „Die Faschisten kommen und gehen, – dass deutsche Volk aber bleibt“. Er hat Zeit seines Lebens das deutsche Volk bewundert, selbst als Deutschland faschistisch wurde.
      Wenn Sie schreiben: „Stalin wäre damit zweifellos nicht anders umgegangen, …“ so scheinen Sie Stalin und seine Motivation, nicht zu kennen.
      Als Ilja Ehrenburg diese unsäglichen Verse von „den deutschen Frauen“ reimte, – bis heute immer noch umstritten, dass Ehrenburg sie geschrieben hat, die aber immer wieder gerne in Geschichtssendungen kolportiert werden, – wurde er, auf Weisung Stalin, sofort seines Postens enthoben.
      Als Stalin von den Übergriffen an Zivilisten erfuhr, – die es zweifelsohne gegeben hat, wenn auch nicht in dem Ausmaß wie westliche Geschichtsfälscher behaupten, – wurden in der Roten Armee hart durchgegriffen. Auf Vergewaltigung stand nun die Todesstrafe.
      Wenn Sie zum Schluss schreiben: „… aber man muss die Dinge schon von allen Seiten betrachten: Die Strafaktionen der SS waren z.T. militärisch notwendig, die Bombardierung von Dresden im Februar 1945 war militärisch sinnlos, war ein purer Akt des Sadismus“, so versuchen Sie zwei Dinge auseinander zu dividieren die zusammen gehören: die Verbrechen der SS, – in einen verbrecherischen Krieg, – und die Bombardierung Dresdens, in einem verbrecherischen Bombenkrieg.

  2. Sorry, dein Verständnis kann ich nachvollziehen aber ich vertrete eine andere Ansicht. Zugegeben, kein Krieg ist menschlich. Aber für Massaker und Verbrechen an der Menschlichkeit kann es kein Verständnis geben. Ich habe auch kein Verständnis für die Klassenjustiz der Bourgeoisie und seines bürgerlichen Staates auch wenn ich nachvollziehen kann, warum er sich so verhält, wie er sich verhält. Und was du über Stalin schreibst, dass er ebenso für Abschreckung gesorgt hätte, da liegst du falsch. Stalin war ein Freund des deutschen Volkes, nicht aber gegenüber den Nazi-Faschisten. Massaker hat es auf Stalins Seite nicht gegeben.

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