Ökonomische Analyse Chinas – Erkenntnis über die Konterrevolutionäre Rolle der KP-Chinas nun „schwarz auf weis“!

Volkskongress der revisionistisch entarteten KP-Chinas

Redaktion – 03. August 2020

Das ZK der KPD veröffentlichte im März eine Broschüre mit dem Titel »Ökonomische Analyse Chinas«. Die Autoren Frank Flegel und Jürgen Gepper kamen abschließend zu nachfolgenden Ergebnissen, die sie im Schlusskapitel wie folgt festhielten:

„>>> Die Kommunistische Partei Chinas ist heute nicht mehr die Partei der Arbeiterklasse. Den Anspruch hat sie bereits 2002 aufgegeben. Sie will seitdem Volkspartei sein. Aber auch das ist sie nicht. Die Kommunistische Partei Chinas ist – in ihrer Mitgliedschaft zum Teil, in ihrer Politik vollständig – die Partei der chinesischen Bourgeoisie.

>>> Der chinesische Staat ist dem entsprechend nicht mehr die als Staat organisierte Macht der Arbeiterklasse, er ist in seiner Funktion der Staat der chinesischen Bourgeoisie.

>>> Die chinesische Ökonomie befindet sich nicht auf dem Weg, die Produktivkräfte für den Sozialismus zu entwickeln. Stattdessen befindet sie sich auf dem Weg zu einer imperialistischen Weltmacht.

>>> Wir haben es mit einer neuen Form der Konterrevolution zu tun.

>>> Neu daran ist nicht, dass die kommunistische Partei die Konterrevolution anführt. Das haben wir schon in Ungarn1956, in der CSSR 1968 und in der UdSSR schleichend ab 1956, rasant ab Gorbatschow mit dem bitteren Ende der Konterrevolution erlebt. In Ungarn 1956 und in der CSSR 1968 wurde die unmittelbare Katastrophe abgewendet, in der Sowjetunion nicht. Revisionistisch zerfressen warf die KPdSU ihr Land und damit das sozialistische Lager in Europa1989/1991dem Imperialismus zum Fraße vor. Dabei gingen die Parteien – von den konterrevolutionären Führern der Sowjetunion mindestens billigend in Kauf genommen, wenn nicht sogar so gewollt – im Strudel der Konterrevolution unter oder wurden zu sozialreformistischen Parteien verbogen.

>>> Neu an der Situation in China ist, dass die Partei nicht nur den Sozialismus von innen ausgehöhlt und unterminiert hat, wie es die KPdSU auch tat, sondern dass die Partei Chinas die Konterrevolution eben nicht nur selbst vorbereitet, sondern darüber hinaus auch erfolgreich, kontrolliert und schrittweise durchgeführt hat, wobei sie den Staat und die Partei als Vertreter der unterdrückten Klasse natürlich transformieren musst in einen Staat und eine Partei der Bourgeoisie.

>>> Einen solchen Sieg des Revisionismus muss man erst mal begreifen: Die Kommunistische Partei, in einem sozialistischen Staat an der Macht, entwickelt sich zum Organisator der Restauration des Kapitalismus und wird zu dessen Verwalter! Schlimmer geht es nimmer. Deshalb kann es nur heißen: Kampf dem Revisionismus, in welcher Form er auch immer auftritt.

Rot Front!“
                                                               (Hervorhebungen durch die Redaktion Roter Morgen)


Nichts Neues

Das ist für uns nichts Neues, denn seit 1977 kritisieren wir den kapitalistischen Kurs der KP Chinas, der seine Wurzeln in den Mao-tse-tung-Ideen und der sogenannten „Theorie der drei Welten“ hat.

[1] Ja, Mao selbst hat mit seinen revisionistischen Theorien einen entscheidenden Anteil daran, dass China heute eine imperialistische Macht auf dem Weg zur Supermacht ist.
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Die Partei der Arbeit Albaniens (PAA) schrieb schon 1971[2]:

Im Sommer des Jahres 1971 machte der amerikanische Außenminister einen Geheimbesuch in Peking, führte Gespräche über die »Normalisierung« der chinesisch-amerikanischen Beziehungen und vereinbarte einen Besuch des US-Präsidenten Nixon in China. (Der Besuch fand 1972 statt). Den amerikanischen Präsidenten empfing Mao Tse-tung persönlich. Dieses Ereignis markierte einen grundlegenden Wendepunkt in der chinesischen Politik. China hatte sich in den Tanz der imperialistischen Rivalitäten, um die Neuaufteilung der Welt, eingereiht um sich seinen Anteil zu sichern, wobei es auf die Seite der einen Supermacht der USA gegen die andere Supermacht, die Sowjetunion, überging.

Roter Morgen, Ausgabe DDR, vom September 1978

Nur durch die entlarvende Politik der Partei der Arbeit Albaniens (PAA) unter der Führung des Genossen Enver Hoxha, ist es gelungen, weltweit den verräterischen Kurs der KP-Chinas auf zu decken und den Kampf gegen diese Form des Revisionismus auf zu nehmen. Das die Genossen Flegel und Gepper erst heute (in diesem Jahrzehnt) ihre Erkenntnisse unter marxistisch-leninistischen Gesichtspunkten zu Papier gebracht haben, ist kein Zufall. Zum einem beweist es, wie sich revisionistische Theorien in das Gedankengut der fortschittlichen Menschen einnisten können, wenn die Bourgeoisie und revisionistische Parteien wie die KPdSU, die SED etc. Jahrzehnte lang verbreiten, dass es sich in China um eine kommunistische Gesellschaft handelt, zum zweiten haben die Autoren durch die weitere Entwicklung der KP-Chinas den Beweis erhalten, das die albanischen Genossen und die vielen m.-l.-Parteien wie z. B. die KPD/ML mit ihrer Analyse genau richtig lagen.
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Dennoch ist die Ausarbeitung der Genossen Flegel und Gepper sehr lesenswert.
Hier die pdf-Version zum lesen und zum download.

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Quellen:

[1] Roter Morgen, Ausgabe DDR, vom September 1978
[2] Der Kampf der PAA gegen den modernen Revisionismus

 

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1 Kommentar

  1. Imperialismus

    Chinas Kapitalismus internationaler Prägung

    Eine Bereitstellung von R.S.

    Chinas Shenzhen ist Heimat von über 90.000 ausländisch investierten Unternehmen

    Beijing Rundschau · 14.09.2020 · Quelle: german.china.org.cn

    »Mehr als 90.000 ausländisch investierte Unternehmen haben sich mittlerweile in Shenzhen – einem der Symbole für Chinas Reform und Öffnung – angesiedelt, nachdem die Stadt 1981 die erste Geschäftslizenz für ein ausländisch finanziertes Unternehmen erteilt hatte.

    Nach Angaben der städtischen Regierung hat Shenzhen bis Ende Juli über 94.000 ausländische Direktinvestitionsprojekte genehmigt. Seit der Errichtung der Sonderwirtschaftszone (SEZ) vor 40 Jahren seien fast 120 Milliarden US-Dollar an ausländischem Kapital eingesetzt worden.

    Wie aus Daten des städtischen Handelsbüros hervorgeht, erwirtschaften ausländisch finanzierte Unternehmen, die nur 2 Prozent der Unternehmenseinheiten in Shenzhen ausmachen, jedes Jahr etwa ein Fünftel des Bruttoinlandsprodukts der Stadt, 40 Prozent des Import- und Exportvolumens und fast 30 Prozent der Steuereinnahmen.

    Trotz der schweren Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die Weltwirtschaft hat Shenzhen eine starke wirtschaftliche Vitalität gezeigt und mit seinem ausgezeichneten Geschäftsumfeld und Investitionsklima weiterhin ausländische Investitionen angezogen.

    Die Zahl der Geschäftseinheiten in der Stadt lag Ende August 2020 bei 3,45 Millionen. In den ersten acht Monaten dieses Jahres wurden insgesamt 200.000 neue Unternehmen registriert – ein Anstieg von fast 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

    In der ersten Hälfte dieses Jahres wurden fast 2.000 ausländisch investierte Unternehmen in Shenzhen gegründet, und das tatsächlich genutzte ausländische Kapital überstieg in diesem Zeitraum bereits 4 Milliarden US-Dollar. Dies entspreche einem Anstieg von 5 Prozent gegenüber der ersten Hälfte des Jahres 2019, so die Stadtregierung.

    Dieses Jahr markiert den 40. Jahrestag der Errichtung der Sonderwirtschaftszone. Die Stadt hat in den vergangenen vier Jahrzehnten einen wundersamen Aufstieg von einem kleinen Fischerdorf zu einem globalen wirtschaftlichen Kraftzentrum erlebt.«

    Vgl. http://german.beijingreview.com.cn/China/202009/t20200914_800220684.html

    Ausländische Direktinvestitionen in China im Jahr 2018

    21.01.2019 · die deutsche Version vom MOFCOM

    »Statistiken zufolge wurden 60 533 Unternehmen mit ausländischen Investitionen im Jahr 2018 neu genehmigt zu gründen, was einem Zuwachs von 69,8 Prozent entsprach. Das Volumen des real genutzten Auslandskapitals ist um 3 Prozent auf 134,97 Milliarden US-Dollar gestiegen. Umgerechnet in RMB betrug das Volumen 885,61 Mrd. Yuan RMB mit einem Anstieg von 0,9 Prozent.

    Im Dezember wurden 5 830 neue Unternehmen mit Auslandskapital gegründet, was einer Zunahme von 20,5 Prozent entsprach. Das Volumen des real genutzten Auslandskapitals betrug 13,71 Mrd. USD mit einem Anstieg von 23,2 Prozent. Umgerechnet in RMB betrug das Volumen des real genutzten Auslandskapitals 92,34 Mrd. Yuan RMB mit einem Zuwachs von 24,9 Prozent.

    Im Dezember haben ASEAN 185 neue Unternehmen in China gegründet und diese Anzahl ist um 65,2 Prozent zugewachsen. Das Volumen des real genutzten Auslandskapitals betrug 500 Mio. USD mit einem Rückgang von 7 Prozent. Die 28 EU-Länder haben in China 291 neue Unternehmen gegründet und diese Anzahl ist um 75,3 Prozent gestiegen. Das Volumen des real genutzten Auslandskapitals betrug 1,21 Mrd. USD mit einem Zuwachs von 135,4 Prozent. Die Länder entlang der Seidenstraße haben in China 534 neue Unternehmen gegründet und diese Zahl ist um 62,8 Prozent zugewachsen. Das Volumen des real genutzten Auslandskapitals betrug 520 Mio. USD mit einem Rückgang von 6,2 Prozent. 1 890 neue Unternehmen mit Auslandskapital wurden im Yangtse-Wirtschaftsgürtel gegründet. Diese Zahl ist um 56,7 Prozent gestiegen. Das Volumen der real genutzten ausländischen Investitionen betrug 6,75 Mrd. USD mit einem Rückgang von 4,6 Prozent.

    Im Jahr 2018 haben ASEAN-Staaten 1 735 neue Unternehmen in China gegründet und diese Anzahl ist um 34,8 Prozent gestiegen. Das Volumen des real genutzten Auslandskapitals betrug 6,07 Mrd. USD mit einem Anstieg von 16,5 Prozent. Die 28 EU-Staaten haben in China 2 499 neue Unternehmen gegründet, was einem Anstieg von 33,4 Prozent entsprach. Das Volumen des real genutzten Auslandskapitals betrug 11,86 Mrd. USD mit einem Zuwachs von 35 Prozent. Die Länder entlang der Seidenstraße haben in China 4 479 neue Unternehmen gegründet und diese Anzahl ist um 16,1 Prozent gestiegen. Das Volumen des real genutzten Auslandskapitals betrug 6,45 Mrd. USD mit einer Zunahme von 16 Prozent. 15 271 neue Unternehmen mit Auslandskapital wurden im Yangtse-Wirtschaftsgürtel gegründet, was einem Anstieg von 21,8 Prozent entsprach. Das Volumen des real genutzten Auslandskapitals betrug 65,18 Mrd. USD mit einem Zuwachs von 9,5 Prozent.

    Das Volumen der Investitionen aus den ersten 10 Ländern und Regionen, die am meisten in China investierten(nach dem Volumen des real genutzten Kapitals), betrug 128,46 Mrd. USD, was einen Anteil von 95,2 Prozent in dem gesamten Volumen der ausländischen Investitionen ausmachte. Das Volumen ist um 3,1 Prozent gestiegen. Die ersten 10 Länder und Regionen, die am meisten in China investierten(nach dem Volumen des real genutzten Kapitals), waren: Hongkong(96,01 Mrd. USD), Singapur(5,34 Mrd. USD), die Provinz Taiwan (5,03 Mrd. USD), Südkorea(4,67 Mrd. USD), Großbritannien(3,89 Mrd. USD), Japan(3,81 Mrd. USD), Deutschland(3,68 Mrd. USD), die USA(3,45 Mrd. USD), die Niederlande(1,29 Mrd. USD) und Macau(1,29 Mrd. USD).

    639 Unternehmen mit Auslandskapital wurden in Bereichen Landwirtschaft, Forstwesen, Viehzucht und Fischerei gegründet, was einem Zuwachs von10,4 Prozent entsprach. Das Volumen des real genutzten Auslandskapitals betrug 0,71 Mrd. USD mit einem Rückgang von 10 Prozent. 6 152 Unternehmen mit Auslandskapital wurden in der Herstellungsindustrie gegründet, was einem Zuwachs von 23,4 Prozent entsprach. Das Volumen des real genutzten Auslandskapitals betrug 41,17 Mrd. USD mit einer Zunahme von 22,9 Prozent. 53 696 Unternehmen mit Auslandskapital wurden im Dienstleistungssektor neu gegründet, was einem Anstieg von 78,6 Prozent entsprach. Das Volumen des real genutzten Auslandskapitals betrug 91,85 Mrd. USD mit einem Rückgang von 3,8 Prozent.«

    Vgl. http://german.mofcom.gov.cn/article/statistiken/kapital/201909/20190902897250.shtml

    14.09.2020, Reinhold Schramm (Bereitstellung)

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