Krieg dem Imperialistischen Krieg! Heraus zum Roten Antikriegstag 2020

Redaktion – 1. September 2020

Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges ist der 1. September der internationale Antikriegstag, der auch Weltfriedenstag genannt wird. Es finden weltweit Aktivitäten gegen laufende Kriege statt und der Opfer des Zweiten Weltkrieges, der am 1. September 1939 mit dem deutschen Überfall auf Polen begann, wird gedacht. Es reicht aber nicht aus, den vergangenen und aktuellen imperialistischen Kriegen zu denken und die Opfer zu betrauern. Wir müssen aktiv die Kriegsgefahr, die laufenden Kriege und deren Ursachen bekämpfen!
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Krieg ohne Ende

Gegenwärtig erleben wir, wie sich in atemberaubendem Tempo der nächste große imperialistische Krieg anbahnt. Fast täglich eskaliert die Trump-Administration mit Sanktionen und Verboten. Mit Drohungen und Spannungen gegen China und Russland, das schon mit der Ostererweiterung der NATO in den 90-er Jahren wieder zum Feind gemacht wurde. Es wird eine Konfrontationspolitik verfolgt, an der sich auch Deutschland und die EU mit Eifer beteiligen. Dabei ist Deutschland u. a. wegen der geplanten neuen Gaspipeline aus Russland selber Ziel von US-Sanktionsdrohungen. Die Gefahr eines Krieges zwischen den Großmächten, die seit den 1990-er Jahren angeblich gebannt schien, ist weiterhin präsent.
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Heraus zum Roten Antikriegstag!

Alles das ist Anlass genug, am 1. September, dem Roten Antikriegstag gegen die imperialistische Kriegspolitik der USA und der EU auf die Straße zu gehen und für Frieden, die Verteidigung des Völkerrechts und die Selbstbestimmung aller Völker zu demonstrieren.
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Deutschland mischt kräftig mit!

In den vergangenen Jahren haben sich deutsche Regierungen unter dem Deckmantel der „Friedenssicherung“ erneut auf den gefährlichen Weg der politischen, wirtschaftlichen und militärischen Einmischung in fremden Ländern begeben. Deutsche Soldaten beteiligen sich aktuell an Kriegseinsätzen in Afghanistan, in Mali, in Syrien/Irak, im Libanon, in Kosova, in Atalanta, im Südsudan und im Mittelmeer. 1999 und 2011 hat sich die Bundeswehr an den Angriffskriegen gegen Jugoslawien und Afghanistan unter US-amerikanischer Führung beteiligt. Die Folgen dieser Kriege sind tausende Tote, besetzte Länder mit zunehmender Armut und anhaltende Kämpfe zwischen Besatzungstruppen und Widerstandsbewegungen. 81 Jahre nach Auftakt des deutsch-faschistischen Angriffskrieges auf Polen stehen deutsche Truppen wieder überall in der Welt und verteidigen vermeintlich die „Demokratie“. Doch diese Demokratie entlarvte sich in diesem Land als reine Farce: Die Mehrheit der deutschen Bevölkerung ist gegen den Einsatz der deutschen Bundeswehr im Aus- und Inland.


Wir fordern alle Menschen auf, imperialistische Kriege zu ächten und den Einsatz deutscher Soldaten im Ausland abzulehnen. Lasst uns den 1. September als Roten Antikriegstag begehen, die Ursachen aller imperialistischen Kriese bennen und für den Sturz der Herrschenden Klasse, der Bourgeoisie eintreten. Sie ist es die wegen ihrer unstillbaren Gier nach Profiten und neuen Einflussphären immer wieder Kriege vom Zaun bricht. Es ist das System des Kapitalismus selbst das Kriege schaft und deswegen gehört es abgeschaft!

Die Farbe der Arbeiterklasse ist Rot – sie ist die starke Kraft in der Gesellschaft, die täglich „den Motor“ am Leben erhalten muss. Sie hat kein Interesse an Imperialistischen Kriegen und nur sie kann dem Spuck ein Ende bereiten. Deshalb rufen wir zu einem kämpferischen R O T E N Antikriegstag auf und nicht zu Lichterketten, Butschi-butschi-Ringelpietz und Friedensgebeten.
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Wir fordern:

  • Den sofortigen Abzug aller deutschen Truppen aus dem Ausland!
  • Kein Einsatz der Bundeswehr im Innern!
  • Keine deutsche Beteiligung an US-amerikanischen Kriegen!
  • Schluss mit der Kriegspropaganda gegen Iran und Russland!
  • Sofortiger und bedingungsloser Abzug der israelischen Truppen aus Palästina.
  • Deutschland raus aus der NATO.
  • Sofortiger und entschädigungsloser Abzug fremder Truppen aus Deutschland.

Für Frieden, Völkerfreundschaft und internationale Solidarität!
Krieg dem Imperialistischen Staat!
Nieder mit der Herrschenden Klasse und ihrer Weltordnung!

 

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2 Kommentare

    • Die echte … ist gut

      Vielleicht sollten wir unterscheiden zwischen „die ehrliche Veranstaltung“ und die „die unehrliche Veranstaltung“.
      >>> Ich vermisse in dem Aufruf des DGB die Unterscheidung zwischen gerechten Kriegen und ungerechten Kriegen. Gerechte Kriege sind Befreiungskriege der Völker oder der große Vaterländische Krieg der das deutsche Volk vom Hitlerfaschismus befreit hat.
      >>> Ich vermisse auch die Erklärung warum es imperialistische Kriege gibt und wer dafür verantwortlich ist.
      >>> Und ich vermisse den Aufruf die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen und ihnen die Macht zu entreissen.
      Vielleicht sollten wir unterscheiden zwischen „die ehrliche eranstaltung“ und die „die unehrliche Veranstaltung“.

      Fiete

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