In eigener Sache, mit der Bitte um Beachtung

Das Zeitungskollektiv ROTER MORGEN bittet um eure Aufmerksamkeit für eine Mitteilung
und eine Bitte
in eigener Sache | eMail: Info@RoterMorgen.eu |

Hamburg, im Juli 2020 ______________________________________________
Zeitungskollektiv ROTER MORGEN
eMail: Info(at)RoterMorgen.eu                                                      im Juli 2020

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Liebe Leserinnen und Leser, Freunde, Kollegen und Genossen,

da wir keine Partei und auch kein Zirkel mit einer festen, straffen Linie sind, ist es nicht verwunderlich das wir mit unseren redaktionellen Artikeln nicht den letzten „Schluss der Weisheit“ propagieren können. Wir bemühen uns jeden Punkt, den wir ansprechen, unter marxistisch-leninistischen Gesichtspunkten zu betrachten und dementsprechend zu argumentieren.

Wir sind der festen Meinung, dass es in Deutschland keine marxistisch-leninistische Partei gibt. Dass alle Organisationen die sich so oder als kommunistisch bezeichnen, in mehreren Punkten den Pfad des Marxismus-Leninismus (M.-L.) verlassen haben, d. h. einen revisionistischen Weg eingeschlagen haben. Um dieses zu beweisen, haben wir eine Artikelserie gestartet, um die bekanntesten Organisationen, die sich kommunistisch nennen, mit der Hilfe unserer Leser/innen, näher zu betrachten und deren Linie soweit zu analysieren, dass es einem „nicht geschulten“ Marxisten-Leninisten möglich ist, sich ein Urteil zu bilden.

Einige Genossen meinen, dass die Existenz von mehreren Zeitungen, die sich m.-l. nennen, nicht korrekt ist, sie dürfe es nach dem m.-l.-Verständnis nicht geben. Letzteres ist, unserer Meinung nach, nicht richtig:
Zum Ersten bezieht sich diese Erkenntnis auf die Situation in der ein Volk, eine Kommunistische Partei hat, die ein Zentralorgan herausgibt das gemäß Lenin und Ernst Aust ein kollektiver Propagandist, Agitator und Organisator sein soll. Insbesondere die Rolle des Organisators ist eindeutig der Partei zuzuordnen. Wir haben in Deutschland aber andere Verhältnisse. Die Partei fehlt und die kleinen revolutionären Gruppen streben in der Regel nicht einmal die Parteigründung an.
Zum Zweiten ist noch zu prüfen, ob andere Onlinezeitungen, die sich auf den M.-L. berufen überhaupt diesen Anspruch erfüllen.

Das DKP, KPD und MLPD, samt ihren Zentralorganen nicht dazu gehören, ist für uns zweifelsfrei erwiesen. Wir gehen in unregelmäßigen Abständen in unseren Artikeln auf die Politik dieser Organisationen ein.

In dieser Zeit, also in der Zeit ohne Existenz einer kommunistischen Partei, ist es durchaus legitim das es mehrere revolutionär-kommunistische Zeitungen, oder auch Blogs, wie es heute üblich ist, gibt. ROTER MORGEN will dieses Ziel verfolgen und das, da wir ja nicht auf eine Vielzahl von kampferprobten Genossen zurückgreifen können, zusammen mit den Besten unserer Leserschaft. Dabei zeigt uns unser Leitspruch:
„Die starke Waffe im Kampf gegen Lügen und Ausbeutung! – ROTER MORGEN ergreift Partei für die Rechte der arbeitenden und fortschrittlichen Menschen, der Angestellten, Bauern, Künstler und der fortschrittlichen Intelligenz“ den Weg. Wir sind kein Organisator, sondern informieren, klagen an und vernetzen. Das Ziel ist es, einen entscheidenden Anteil zur Wiedergründung der revolutionären Partei der deutschen Arbeiterklasse zu leisten und so zum Sturz der kapitalistischen Ordnung bei zu tragen.

Selbstverständlich unterstützen wir alle ernsthaften Bemühungen, die Partei der Arbeiterklasse in Deutschland wieder auf zu bauen. Wir werden weiterhin mit unserer Arbeit dazu beitragen, in den Köpfen der Leser/innen auf zu räumen, genügend Hintergrundwissen zu vermitteln und so die revolutionären Menschen zu befähigen, den richtigen Schritt zu gehen. Dieser notwendige aber auch eingeschränkte Kampf resultiert nicht nur aus der oben geschilderten Problematik der fehlenden Partei, sondern auch aus einer realistischen Einschätzung unserer eigenen Kräfte. Wir können nur den Anfang machen, sind selber überwiegend im fortgeschrittenen Alter und werden in absehbarer Zukunft nicht mehr leben.

Auch deshalb brauchen wir jetzt eure Unterstützung und eure Kritiken! Unterstützung bei der Aufdeckung von Schweinereien, Berichte über Klassenkämpfe und über den Weg beim Kampf für eine klassenlosen Gesellschaft. Sowie die Unterstützung der erfahrenen Marxisten-Leninisten, wenn es um die Kritik an unseren Texten geht. Kritik und Selbstkritik sind für uns ein wertvolles Gut. Bitte nutzt die Möglichkeit, Einfluss auf die Inhalte von ROTER MORGEN zu nehmen!
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Rot Front eure Genossen vom Roter-Morgen-Zeitungskollektiv

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PS:
Ja, Kritik und Selbstkritik sind für uns ein wertvolles Gut, deshalb haben wir auch kein Verständnis für diejenigen, die meinen, uns von oben wie ein Schulmeister belehren zu können. Ihre Wortwahl aus dem Fundus der Faschisten beziehen oder sich sonst unsolidarisch verhalten. Spart Euch eure Texte, sie landen alle samt unbeantwortet im Mülleimer. Egal ob im Roter Morgen-Seitenbereich oder in den Kommentarbereichen der Sozialen Medien. Ebenfalls bitte wir auch alle Administratoren solchen Müll zu löschen.
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10 Kommentare

  1. Liebes Redaktionskollektiv,
    es ist immer wieder erschreckend, mit welcher Arroganz ihr alten KPD/MLer versucht, alle Kommunisten, die nicht genau eurer Meinung in allen Punkten sind, als Revisionisten zu beschimpfen. Wir sollten uns um die Einheit der Kommunisten bemühen und nicht weiterhin immer wieder auf die anderen eindreschen. Wo z.B. ernsthaft daran gearbeitet wird, die Ursachen für den Erfolg der Konterrevolution in den sozialistischen Ländern zu ergründen, ist natürlich noch einiges in Bewegung. Da kommen verschiedene Standpunkte in die Diskussion. Und dann kommt die „Roter Morgen“ und beschimpft erst mal alle anderen als Revisionisten und spricht ihnen ihre Legitimität als kommunistische Partei ab. Nur komisch, dass die KPD/ML als die einzig wahre heilsbringende kommunistische Partei so furios gescheitert ist.
    Mit trotzdem solidarischen Grüssen
    Thomas, Kiel

  2. Lieber Genosse Thomas,
    tue mir doch einmal einen Gefallen:

    Stelle ein Glas Wasser und ein Glas Coca-Cola vor dich hin.
    Jetzt kippe ein wenig Wasser ins Cola Glas und was passiert? NICHTS!
    Jetzt kippe ein wenig Coca-Cola ins Wasserglas und was passiert? Das Wasser ist nicht mehr klar und rein.

    Ebenso ist es mit dem Marxismus-Leninismus und darauf haben „wir alten KPD/MLer“ immer hingewiesen. Revisionismus führt zur Wiedereinführung des Kapitalismus bzw. zur Zerschlagung einer bolschewistischen Partei – und ist daher eine konterrevolutionäre Haltung. Eine Partei darf ideologisch kein Sammelsurium von vermeintlichen ML-Ansichten sein. Woran die KPD/ML gescheitert ist, ist gerade die Inkonsequenz gegenüber revisionistischen und opportunistischen Strömungen. Daraus sollen wir gelernt haben und meiner Ansicht nach haben wir das auch.

    Von Beschimpfungen in dieser Onlinezeitung, kann ich allerdings nichts erkennen.

    Trotzdem revolutionäre Grüße nach Kiel, meiner alten Heimatstadt
    Heinrich Schreiber

    • Lieber Heinrich Schreiber,
      als Angehöriger der MLPD erkenne ich diesen Fake-Wisch Roter Morgen nur als Spaltpilz aller kommunistisch-sozialistisch orientierter Parteien und Organisationen. Die Genossen/ innen unserer niederländischen Schwesterpartei werden sich diese niederträchtige Verfälschung ihrer Partei gleichen Namens nicht gefallen lassen und auch ich protestieren aufs Schärfste.

      • Hallo Genosse Laurentius,

        vielen Dank für Deinen Kommentar unter unserem Brief an unsere Leser/innen „In eigener Sache“. An Deinem Text stören mich zwei Punkte entschieden, auf die ich gerne nachfolgend eingehe.

        Zum Ersten die Fakten. „Die Zeitung und gleichnamige Organisation »Rode Morgen« (RM) erscheint in den Niederlanden. Auch wenn »Rode Morgen« übersetzt Roter Morgen heißt, ist es in keinem Fall ein „Fake-wisch“. Es sind zwei, inhaltlich und noch mehr in der Zielsetzung verschiedene Publikationen. Wenn du dann noch auf das historische Erbe von Zeitungen mit diesen Namen (es gibt und gab mindestens elf Zeitungen mit diesem Namen, zz. wie z. B. aktuell in Marokko), die RM heißen, anspielst, liegst Du völlig falsch. Zur Erinnerung: Der RM, auf den wir uns beziehen, wurde in Deutschland 1967 erstmal von Ernst Aust herausgegeben und war die Nachfolgezeitung der legendären Zeitung des LV Wasserkante der KPD „Blickfüer“ Er diente zur Mobilisierung der Parteigründung und wurde dann auch 1969 zum Zentralorgan der der KPD/ML. Siehe: https://dieweltvor50jahren.de/wp-content/uploads/2019/05/End_Jan_69_303.pdf
        Mit von der Partie und in leitender Position war seinerzeit der in der MLPD allseits beliebte Willi Dickhut. Dann vergingen noch einmal acht Jahre und die von Dir erwähnte Zeitung »Roder Morgen« wurde 1977 ins Leben gerufen. Ich erinnere mich noch gut an diesen Zusammenschluss von revisionistischen Grüppchen die dann auch gleich die sog. Mao-Tse-Tung-Ideen zu ihrem Leitbild erklärten und sich damit von der marxistisch-leninistischen Bewegung distanzierte.
        Letztlich ist der Name einer revolutionären Zeitung, fast wurscht – wichtig sind die Inhalte und die unterscheiden sich bei den beiden genannten enorm.

        Zum Zweiten möchte ich mein Missfallen über deine Art der Kritik in mehreren Punkten zum Ausdruck bringen: Die gesamte Formulierung ist nicht, wie es unter Genossen üblich sein sollte von konstruktiver Kritik geprägt, sondern aggressiv und unsolidarisch. Für uns ist es schon verwunderlich, dass sich ein Mitglied der MLPD öffentlich outet und es sich quasi selbst gestattet im Namen seiner Partei zu sprechen, die wiederum dann für die Bruderpartei spricht. Was ist das für ein bürgerliches Vorgehen? Wäre es nicht Deine Aufgabe gewesen, Deine übergeordnete Leitung zu informieren die die Informationen dann weiterleitet? Bezeichnet man andere Genossen und ihre Zeitung als „Fake-Wisch“ und „Spaltpilz“?
        Und was soll die Drohung, dass sich die Schwesterpartei die Herausgabe des Roten Morgen nicht gefallen lassen wird. Wenn es sie stört, wird sie sich melden und wir werden versuchen solidarisch darauf ein zu gehen. Wenn sie allerdings so wie die MLPD drauf ist und nicht davor zurückschreckt gegen andere Genossen mit der bürgerlichen Justiz vor zu gehen, werden wir dieses revisionistische Spiel entlarven und damit die Urheber vor unseren Leser/innen und der Öffentlichkeit anklagen.

        Rot Front
        Heinrich vom ROTER MORGEN Zeitungskollektiv

    • Hallo Genosse Uwe,

      bitte habe Geduld, wir möchten diese Frage nicht kurz und individuell beantworten, sondern schon umfangreicher wie wir es oben angekündigt haben. Zur Zeit überfordert uns die Fülle der anstehenden Arbeiten, Urlaub und Krankheit kommt hinzu.
      Wir sind mit der MLPD angefangen, was weniger schwer ist. In der KPD sind so viele gutwillige Genossen, die etwas bewirken wollen, dem Umstand müssen wir Rechnung tragen. Und die KPD bemüht sich sehr den Revisionismus zu ergründen. Auch das ist sehr lobenswert. Sorgen macht uns die reale Organisationsstruktur und die rückständige orthodoxe Denkweise vieler Mitglieder, das ist nun gar nicht marxistisch-leninistisch. Wir sollten deshalb vorerst das Gemeinsame in den Vordergrund stellen und das nicht nur in Worten, sondern im praktischen Kampf, womit wir nicht eine Selbstdarstellung mit vielen Roten Fahnen auf der Straße meinen, sondern den Kampf im Betrieb, in den Gewerkschaften, in den Bürgerinitiativen, in den Kasernen unter den Soldaten, und überall wo wir als Kommunisten das Kapital angreifen können. Da sind wir dabei mit der Roten Feder der Anklage sowieso und auch personell, also persönlich soweit es unsere körperlichen und finanziellen Kräfte erlauben.
      Ein umfangreicher Artikel, der nachweist das die KPD in der derzeitigen Form nicht die Partei ist die wir brauchen, um den gewaltsamen Umsturz vor zu bereiten, wir sicherlich in einiger Zeit folgen.

      Rot Front, Fiete vom ROTER MORGEN Zeitungskollektiv

  3. Seid ihr in irgendeinerweise mit den Autoren um den Olga-Benario-Verlag verbunden da auch diese mit strenger Disziplin gegen den Revisionismus ankämpfen und wie unterscheidet ihr objektive Revisionisten (Kommunisten die es ehrlich meinen aber Positionen vertreten die zu revisionistischen Positionen führen) und subjektive (Kommunisten die wohl die Revolution anstreben aber Teile der Klassiker ablehnen weil angeblich nicht mehr zeitgemäß z.B. Diktatur des Proletariats und solche die den Marxismus als Theorie und Praxis zerstören wollen sich aber als Marxisten ausgeben und Alle wollen „angeblich“ die Einheit und Vereinigung aller Kommunisten -Was tun??

    • Hallo Genosse Uwe,

      nein, die Verleger kennen wir noch nicht.

      Das Thema das Du ansprichst ist sehr sehr wichtig und wir bemühen uns immer zu unterscheiden. Das ist aber noch viel zu wenig und nicht aussagekräftig genug. Schon deswegen weil viele Leser/innen oft nur schwarz oder weis kennen und viele sich die (falsche) Antwort schon selber gegeben haben.

      Also, unsere Kritik richtet sich an revisionistische Theorien und Praktiken, sowie an die Organisationen die diese für sich festgelegt haben. Nicht an die Mitglieder die unter diesem Einfluss stehen. Alle Menschen die für den Sturz der kapitalistischen Gesellschaftsordnung kämpfen sind unsere Genossen. Z.B. auch seinerzeit die RAF. Aber wir kritisieren auch den falschen Weg den sie gehen und zeigen auf was dadurch ausgelöst wird und wie es, aufgrund der Erfahrungen der internationalen kämpfenden Arbeiterklasse besser geht.

      Man kommt dort hin indem wir zuerst einmal das verbindende in den Vordergrund rücken und dann über das trennende reden. Im gemeinsamen Kampf wird sich der m-l-Weg als der richtige herausstellen.

      Aber das Problem ist viel schwieriger als hier mal kurz erläutert. Es wird noch dauern bis wir den richtigen Weg der eindeutigen Unterscheidung gefunden haben und alle einheitlich handeln. Das geht nur zusammen mit anderen ehrlichen Genossen. Dazu laden wir alle Leser/innen ein.

      Rot Front Fiete vom ROTER MORGEN Zeitugskollektiv

  4. Eines finde ich interessant:
    Ihr verweist als ideologische Aufhängung auf Lenin, Mao, Stalin, etc. Zugegeben, ich habe deren Schriften nur grob gelesen, aber etwas fällt auf: Selbst in deren Zeiten hat es nicht gepasst, oft sogar haben Menschen drunter gelitten, obwohl ein besseres Leben für sie
    das Ziel war. Nun betrachtet das heute mal ganz genau. Es wäre doch zweckmäßiger, wenn über das Ziel Einigkeit besteht, der Weg dahin aber Gegenstand einer beständigen Diskussion bleibt. Schließlich ändern sich Menschen und Zeiten, und in Stein gemeißelte Wahrheiten gibt es (leider) nicht. Schon deshalb geben die alten
    Schriften nicht mal mehr Orientierung.
    Nur meine Meinung dazu.

  5. Werte Genossen,
    ich möchte erwähnen, das es bei der Gründung der KPD 1918 Diskussionen über die Arbeit in den Gewerkschaften und die Teilnahme an Wahlen gab, mit dem Ergebnis dass die Bremer Linksradikalen den Grndungspartetag gemeinsam mit anderen Gruppen verlassen haben. Leider ist es der KPD/ML nach der Gründung 1968 nicht gelungen weitere Kräfte an sich zu binden und die Gründung der KPD/AO, dem KBW, dem KABD politisch zu verhindern. Diese Zersplitterung war schon der organisatorische Tod des Marxismus-Leninismus in einer Organisationsstruktur. Dazu kamen die Unklaheiten in China sowohl vor als auch nach dem Tod Mao-Tse-Tungs. Auf China hatten sich alle M-L-Strömungen mehr oder weniger berufen.
    Heute bleibt die Aufgabe alle marxistisch-leninistischen Gruppen zu sammeln, zu vereinheitlichen und gegen den Oportunismus und Revisionismus zusammen zu bringen.
    Uns hilft kein Gejammer und Gezeter gegen andere Genossen. Unterschiedliche Auffassungen wird es immer geben, daraus resultieren unterschiedliche politische Ansätze in den Arbeitsfeldern einer kommunistischen Partei.
    Ich bekenne mich zum Marxismus-Leninismus würde dies aber vielen Genossen in anderen Organisationen auch abnehmen. (Die DKPbekennt sich offiziel niht dazu und auch nicht zur programmatischen Zielsetzung der’Diktatur des Proletariats‘)
    Kämpft für die Einheit der Marxisten-Leninisten !

    Grüße aus NRW:

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