3. Oktober: Es gibt nichts zu feiern – aber viele Günde zu kämpfen!

Hosteni – 3. Oktober 2020

Wie sah es damals in der DDR aus, als sie noch ein sozialistischer Staat war, auf den sich die Hoffnungen und Blicke vieler Wärktätige, nicht nur in Westdeutschland, sondern ganz Europas richteten. Es waren schwierige Bedingungen, unter denen der Aufbau des Sozialismus in der DDR vor sich ging.

Die vor der Roten Armee zurückweichenden Faschisten hatten viele Industrieanlagen, Werke und auch Verkehrswege zerstört. Aber auch die Amis warfen angesichts des Vormarsches der Roten Armee auf Leuna und andere Werke ihre Bomben. Die Imperialisten haben nicht nur Industrieanlagen, sondern auch Betriebsunterlagen, Baupläne und Erfindungen, ja sogar Personal aus der DDR nach Westen verlagert.

Gründung der Deutschen Demokratischen Republik – des ersten deutschen Arbeiter- und Bauern-Staates. Bild: Archiv Roter Morgen

Das war ein schwerer Schlag für die junge DDR, die keine eigene Schwerindustrie besaß. Hinzu kam das die Imperialisten, das Ruhrgebiet und das Saarland von der DDR abschnitten.
..Der Sozialismus wurde in der DDR nicht friedlich errichtet, wie es uns Walter Ulbricht später weismachen wollte. Das alles war nur möglich im harten Klassenkampf.
..Die spalterische Politik der amerikanischen und britischen Besatzungsmächte, die im September 1949 die Bonner Republik ausriefen, führte im Oktober 1949 zur Gründung der DDR. Dieser mutige Schritt wurde begeistert begrüßt, denn es war ein neuer Anfang in der Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung, dass erstmals die Arbeiter die Macht hatten.

.

Der Spalterstaat BRD

Der Kanzler der BRD, Konrad Adenauer, verkündete schon im »Rheinischen Merkur« vom 20. Juli 1952: „Was östlich von Werra und Elbe liegt, sind Deutschlands unerlöste Provinzen. Daher heißt die Aufgabe nicht Wiedervereinigung sondern Befreiung. Das Wort Wiedervereinigung, soll endlich verschwinden. Es hat schon zu viel Unheil gebracht. Befreiung sei die Parole.
..Der Klassenkampf in der DDR wurde auf Grundlage einer falschen, opportunistischen und revisionistischen Grundlage geführt. Besonders die Annahme der Chruschtschowschen Linie (Fünfzigerjahre) führte letztlich in ein Dilemma und einer revisionistischen Politik der SED.
.
4. November 1989

500 Tausend bis eine Million Menschen versammelten sich auf dem Alexanderplatz, im Zentrum von Ost-Berlin. Die Angst vor der Staatsmacht ist verflogen, überall wird offen geredet. Eine hoffnungsvolle und optimistische Stimmung herrschte in der DDR.

Berlin, Alexanderplatz, 4. November 1989. Bild: Bundesarchiv

Um 11:25 Uhr wurde die Kundgebung am Alex eröffnet. Die Menschen wurden still. Dann hallte über dieses riesige Menschen- und Transparentenmeer eine Frauenstimme: „Liebe Kollegen und Freunde, Mitdenker und Hierbleiber! Wir, die Mitarbeiter der Berliner Theater, heißen Sie herzlich willkommen. Die Straße ist nun die Tribüne des Volkes. Überall dort, wo es von den anderen Tribünen ausgeschlossen wird. Hier findet keine Manifestation statt, sondern eine sozialistische Massendemonstration!
..So eröffnete Marion van de Kamp die größte Demonstration des Herbstes 1989 in der DDR.

Marion van de Kamp bei ihrer Eröffnungsrede auf dem Alex. Bild: Bundesarchiv

Kaum waren diese Worte verhallt, setzte ein riesiger Applaus ein. Heute sagen die Apologeten des Kapitalismus, dass es 1989/1990 für die Entwicklung der DDR, keinen anderen Weg mehr gab als die Wiedervereinigung mit der BRD und die Einführung der „Marktwirtschaft“ in Ostdeutschland. Die zu diesem Zeitpunkt größte und prominenteste Oppositionsgruppe, Neues Forum, gab am 1. Oktober 1989 eine Erklärung mit folgendem Inhalt ab: „Für uns ist die ,Wiedervereinigung kein Thema, da wir von der Zweistaatlichkeit Deutschlands ausgehen und kein kapitalistisches Gesellschaftssystem anstreben.“ Einer ihrer führenden Köpfe, der Professor Jens Reich, äußerte in einem Interview mit der westdeutschen Frankfurter Rundschau am 15.11.1989, „dass die Mehrzahl unserer Anhänger gegen eine kapitalistische Gesellschaft ist. Sie hätten lieber einen Wiederaufbau, eine Reform des Sozialismus, so dass er für die Mehrheit der Bevölkerung akzeptabel ist„. Und selbst die rechtere Oppositionsgruppe »Demokratischer Aufbruch – DA«, die sich später der CDU anschloss, verlautbarte am 2. Oktober, jetzt würden „Reform und Erneuerung des sozialistischen Systems in der DDR unvermeidlich.“ Mit keinem Wort und auf keinem Transparent, wurden bei den Leipziger Montagsdemonstrationen im Oktober und der Berliner Massenkundgebung am 4. November 1989, die Abkehr vom sozialistischen Ideal und der Anschluss an die BRD verlangt.

Große Demonstration am 9. Oktobers 1989 in Leipzig vor dem Hauptbahnhof. Bild YouTube

Ein Stasi-Offizier gab am Beispiel Leipzig später zu Protokoll: „Am 9. Oktober überstieg ja erstmals die Zahl der Demonstranten alles, was man erwartet hatte. Selbst das, was wir nach den Berliner Ereignissen (die Demonstrationen am 7. Oktober) im Ministerium für Staatssicherheit erwartet hatten, wurde auf eine eindrucksvolle, für uns damals beängstigende Art und Weise übertroffen. Noch nie sah man in der DDR so viele Menschen mit einer so eindeutigen Ausrichtung gegen das Herrschaftssystem.
..Nachdem die Massen spürten, dass „die Fenster nach all den Jahren der Stagnation aufgestoßen (wurden), der geistigen, wirtschaftlichen, politischen, den Jahren von Dumpfheit und Mief, von Phrasengedresch und bürokratischer Willkür“ (Stefan Heym Rede. 4. November 1989), fingen sie an, Initiative zu ergreifen. Unzählige Initiativen zur Initiative zur Gründung einer Initiative‘ entstanden.“

Wie Pilze nach dem Regen bildeten sich nicht nur die Oppositionsgruppen, sondern auch in den Betrieben entstanden unabhängige Initiativen. Im Rostocker Klinikum bildete sich beispielsweise ein »Klinikrat«, wo sich Ärzte, Schwestern und Pfleger zusammenschlossen, weil sie „ein(en) Vertrauensverlust der Mitarbeiter zur Betriebs-, Gewerkschafts- und Parteileitung“ feststellten. Ähnliche Entwicklungen gab es in vielen anderen Betrieben und Einrichtungen. Vielerorts gab es Initiativen zur Gründung von Betriebsräten. Doch auch unabhängige Gewerkschaften entstanden, so zum Beispiel südlich von Berlin, beim LKW-Hersteller „IFA“.
..Aber nicht nur in den Betrieben wurden die Leute aktiv. Schüler und Studierende gründeten ebenfalls Rätestrukturen. Neben diesen unmittelbaren Komitees und Initiativen bildeten sich in vielen Städten unzählige Bürgerkomitees (zur Aufdeckung von Korruption, Machtmissbrauch, gegen die SED/ StaSi). Und schließlich entstanden in vielen Städten sogenannte Ortsräte, wo sich Einwohner/innen zusammen taten, um lokale Entscheidungen mit zu gestalten. Fast alle Zutaten für einen „erneuerten Sozialismus“ waren vorhanden. Es ging um die Demokratisierung der DDR-Gesellschaft und die Beibehaltung der „volkseigenen“ Betriebe. Diese Haltung ist mit ein Grund, warum im Herbst /Winter 89/90 kaum gestreikt wurde. Die Belegschaften wollten „ihre“ Betriebe und „ihre“ Wirtschaft“ als Ganzes nicht noch mehr schädigen. Es ging nicht um die Einführung von Privateigentum an Produktionsmitteln, Marktkonkurrenz und Profitmaximierung – das war nicht Teil der von den Volksmassen, den Initiativen und Oppositionsgruppen geäußerten Wünsche und Forderungen.

KPD/ML: Für ein vereintes, unabhängiges, sozialistisches Deutschland. Bild: Archiv Roter Morgen

Die Massen betraten die Bühne der Geschichte, brachen ihr Schweigen und fingen an, erste Initiativen der Selbstorganisation zu entwickeln. Die Herrschenden gerieten in die Defensive und wankten – doch wer hätte sie stürzen können? Und wie hätte eine „erneuerte“ Gesellschaft aussehen sollen? Ein revolutionäres Programm für die DDR existierte 1989/90 nicht! Die Massenbewegung in der DDR prangerte Privilegien und Korruption an, die Allmacht der herrschenden SED-Bürokratie wurde in Frage gestellt und demokratische Diskussionen über Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft wurden eingefordert. Es gab Ansätze zur Selbstorganisation der Werktätigen. Doch fehlte eine marxistisch-leninistische Partei in der DDR. Bekanntlich wurden die KPD/Sektion DDR durch die Stasi Anfang der 80er Jahre zerschlagen und ein Neuaufbau verhindert. 1989/90 existierte somit keine ML-Partei, die aus dem Zusammenbruch des revisionistischen Systems eine sozialistische Perspektive hätte entwickeln können.
..Der überwiegenden Mehrheit der bisherigen DDR-Opposition, die aus Intellektuellen- oder Künstlerkreisen kam und keine Orientierung auf die Arbeiterklasse hatte, fehlte der Zugang zur Arbeiterklasse. So sah sie ihre Rolle eher darin, Druck auf die weiterhin herrschende SED zu machen.

Die DDR-Opposition hatte weder konkrete Konzepte noch wirklich charismatische Persönlichkeiten, die sie hätten vermitteln können. Stefan Heym resümiert das Dilemma folgendermaßen: „(…) die Revolution wurde von Leutenohne Konzeption gemacht, von Dilettanten. Im Grunde hätte es in dieser Situation eines neuen Lenin bedurft, wobei ich allerdings nicht unbedingt an den Lenin der politischen Theorien denke, sondern an den Mann, der eine politische Konzeption besaß, die er klar zu formulieren wusste. Dann wäre die Geschichte anders verlaufen. Wir dagegen hatten niemanden – niemanden jedenfalls von diesem Schlag. Einen de Maiziere hatten wir, der auch noch unter Druck stand, und einen Krause … Gott helfe uns! Damit ist die DDR dannwirklich zu Pott gegangen.
..Wenn ein Kern ausgebildeter, organisierter und in der Arbeiterklasse verankerter Marxisten-Leninisten an der Spitze der Oppositionsbewegung gestanden hätte, hätten de Maiziere und Krause möglicherweise niemals die DDR an den kapitalistischen Westen ausverkaufen können. Dann sähe die Welt heute vielleicht anders aus. Denn eine erfolgreiche antirevisionistische und tatsächlich sozialistische Revolution in der DDR, hätte der Welt ein anderes Antlitz gegeben.“

.
Der „Sozialismus“ in der DDR wurde 1989 von der Konterrevolution beseitigt

Noch heute vertreten diese Ansicht eine Reihe von politischen linken Organisationen/Parteien. Die Wirren und die Konfusion über den Sozialismus sind noch immer allgegenwärtig. 1989/90 war dies ein Hauptgrund, um in den westdeutschen Staat als DDR aufzugehen!

.
Belogen durch die SED – Betrogen durch die BRD

„Aber der Sozialismus funktioniert doch nicht“, hören wir immer wieder. Millionen sind doch 1989 auf die Straße gegangen, wollten Änderungen, wollten so nicht mehr weiter leben. Richtig! Die DDR war am Ende einer Entwicklung angelangt in der es nach den alten Methoden nicht mehr weiterging. Der Sozialismus ist die erste Phase des Kommunismus, in der der Kampf zwischen Kapitalismus und Kommunismus noch nicht entschieden ist, in der die Entwicklung zu beiden möglich ist. Um eine Entartung des Sozialismus vorzubeugen, muss darüber Klarheit herrschen, wie es dazu kommen kann. Die Kommunistische Partei muss sich von Anfang an bemühen die Werktätigen zur Leitung auf allen Ebenen heranzuziehen, die Staatstätigkeit in der Ausrichtung auf die allseitige Förderung und Entfaltung der Selbsttätigkeit der Gesellschaftsglieder auszurichten. SED-Führer wie Ulbricht, Honecker wollten diesen Weg von Anfang an nicht beschreiten. Sie konnten sich keine Zukunft vorstellen und wollten keine Zukunft, in der nicht alle gesellschaftlichen Entscheidungen in ihren Händen monopolisiert sein sollten.

Auf dieser Grundlage war das verfaulen der DDR gesetzmäßig. Die Lüge war demnach für die Revisionisten lebenswichtig. Die Möglichkeit, dies aber zu verhindern, wäre die erneute Machtergreifung durch das revolutionäre Proletariat.
..Doch sind die subjektiven Bedingungen für eine proletarische Revolution schlechter als im Kapitalismus. Heute sagen die Apologeten des Kapitalismus, dass es 1989/1990 für die Entwicklung der DDR keinen anderen Weg mehr gab, als die Wiedervereinigung mit der BRD und die Einführung der Marktwirtschaft in Ostdeutschland.
..Doch der Verlauf der Geschichte ist nicht festgeschrieben. Karl Marx schrieb: „Die Menschen machen ihre eigene Geschichte, aber sie machen sie nicht aus freien Stücken, nicht unter selbst gewählten, sondern unter unmittelbar vorgefundenen, gegebenen und überlieferten Umständen.“ (In: Der achtzehnte Brumaire des Louis Bonaparte, 1852)

.
Der DDR-Beitritt war ein TRITT (Annexion)

Korrespondenz
Ost-Jugend übernimmt DDR-Moral der Eltern
Erstaunliches berichtete die “Magdeburger Volksstimme” (17.11.) über das Ergebnis von Forschungen über die Moralvorstellungen Ostdeutscher. Sie sind um so erstaunlicher, da sie den bisher verbreiteten Meinungen das Ost-Jugendliche entweder “Rechts eingestellt” sind, dann sind sie wieder “egoistisch”, gefühllose Wesen die nur sinnlos gewalttätig sind, widersprechen. Nach den Studien des Sozialwissenschaftlers Wolf Wagner werde das in der DDR verankerte Wunschziel, materieller Gleichheit der Bürger, von den Eltern erfolgreich an die Kinder weitergegeben. Im Osten werde das Wunschziel, materieller Gleichheit, der Bürger verfestigt. Aus Sicht der Sozialwissenschaft habe der Osten die deutlicheren Moralvorstellungen. “Das sei eine Folge der Ideologisierung in 40 Jahren DDR, in der das Modell eines Sozialismus mit gleichen Bedingungen und gleicher Ausstattung aller Bürger von weiten Teilen der Bevölkerung akzeptiert worden sei. Der ganze Sozialismus war als eine hochmoralische Veranstaltung angelegt, deren einzige Legitimation Gerechtigkeit und Gleichheit war”, erklärt W. Wagner. Diese Grundlagen seien an den einzelnen Menschen nicht folgenlos vorbeigegangen. Aus diesem Grundhabe es auch einen Aufschrei gegeben, als die DDR-Politbürosiedlung in Wandlitz der Öffentlichkeit vorgeführt wurde. “Jeder Malermeister in Buxdehude war wahrscheinlich besser eingerichtet, aber allein der Ausbruch aus der propagierten Gleichheit war für die Bürger im Osten ein Skandal”, sagt Wolf Wagner. Diese Gleichheitsvorstellungen seinen von der Ost-Jugend von den Eltern weitgehend übernommen und deshalb wird der deutsche Westen und sein System als “unmoralisches System” angesehen und wenig akzeptiert.

Rückblickend sei noch einmal daran erinnert, mit welchen Forderungen 1989 Millionen von DDR-Bürger auf die Straße gingen:

  1. Schluss mit der Entmündigung der Menschen
  2. Freie Meinungsäußerung
  3. Eine kritische Berichterstattung, Medien die realistisch berichten
  4. Keine Privilegien, keine Bevorzugung für Menschen mit einem gewissen Parteibuch
  5. Abschaffung der geheimen Dienste, Stasi in die Produktion
  6. Einen Sozialismus, der mit der Bevölkerung und für sie aufgebaut wird
  7. Eine Justiz, die unabhängig ist
  8. Reisefreiheit für alle und nicht nur für Auserwählte

Und welche Forderung wurde verwirklicht? Keine einzige!

.
Eine der wenigen kritischen Fernsehberichte über die Einverleibung der DDR:

   DDR Beutezug Ost, Teil 1
   DDR Beutezug Ost, Teil 2

 

.

Lest dazu auch:

>>> Erklärung des ZK der KPD/ML zum 9. November 1989

 

2 Kommentare

  1. 30 Jahre Annexion der DDR – Großartig wird am 3. Oktober als Nationalfeiertag in diesem Land die Wiedervereinigung der beiden Deutschlands gefeiert und auch 30 Jahre nach der Annexion der DDR sind bis heute die Löhne und Renten nicht 1:1. Warum dieser Unterschied? Sind die Arbeiter in der ehemaligen DDR faul? Haben die Rentner nicht eingezahlt? Wo bleiben die Sprüche von den Brüdern und Schwestern im Osten? Wenn es ums Geld geht hört die Brüderlichkeit auf. So wie auch mit dem Großen Bruder aus Moskau. Gern wollte er nach Stalins Tod in der DDR brüderlich teilen, doch der Ossi wie ein Witz geht, sagte ihm er wolle halbe-halbe. Und so ging die Wiedervereinigung vom Regen in die Traufe. Der Ossi wurde beschissen, wieder mal. Statt 1989 für ein vereintes, unabhängiges und sozialistisches Deutschland zu kämpfen beim Fall der Mauer, zogen die Häuptlinge der KPD/ML es vor das Ganze auf dem Sofa vor dem Fernseher zu begaffen. Wo blieb der Kampf der KPD/ML für den Fall der Mauer? Ein Parteifahne auf der Mauer sah man nicht. So überließ man die Wiedervereinigung den Großdeutschen und Faschisten. Diese kamen wie die Heuschrecken in das Territorium der DDR und machten Beute besonders mit der Treuhand, die SED-Modrowbesenrein für die westdeutschen Kapitalistenübergeben hatte. Nicht ohne zuvor die Betriebskampfgruppen zu entwaffnen.

    Ist die Forderung „Für ein vereintes, unabhängiges und sozialistisches Deutschland“ überholt? Kann man die Forderung „vereintes“ stutzen, so wie das rotermorgen.eu macht. Das wo 30 Jahre nach dem Fall der Mauer immer noch nicht Löhne und Renten gleich sind. Es zeigt sich hier was für eine Färbung diese „Freunde“ derArbeiter haben. Oder wie die MLPD diese Forderung gleich ganz streichen? Die Sektion DDR der KPD/ML kämpfte für den Sozialismus in der DDR. Das wollten damals die Millionenmassen als sie das Joch der SED-Bonzen abschüttelten und Honecker zum Teufel jagten. Doch die Wendehälse überlebten und solche wie Egon Krenz, die damals die chinesische Lösung wollten bekommen heute große Presse um

    seine Lügen zu verbreiten. Natürlich mit dem Hintergedanken, wehe Ossi, du willst immer noch den Sozialismus, dann bekommst Du Kugeln. Die Wut der Ossis über diese Annexion ist groß. Dem Kohl flogen Eier an den Kopf. In Bischofferode hungerstreikten die Kumpel gegen die Plattmache. Mit Bananen und Hunnis wollte man den Ossi ködern. So fing man einst die Negersklaven in Afrika mit Glasperlen. Von dieser Methode sind die westdeutschen Kapitalisten nicht abgewichen. Und um den Nachdruck zu verleihen, schicken sie ihre faschistischen Horden in den Osten um dort Terror anzuzetteln, sponsern die dortigen Faschisten mit Freibier und Bratwurst. Es wurden Fabriken und Häuser geklaut, alles völlig legal mit Hilfe der Freisler-Justiz die nun über die Ossis zu Gericht sitzen. Die von den Ossis bezahlten Reparationenfallen natürlich überhaupt nicht ins Gewicht. So kassieren die Berufsflüchtlinge des Westens gleich zwei mal.All das erzeugt natürlich unbändige Wut. Es kann auch nicht darüber hinweghelfen, daß die Innenstädte zu potemkinschen Dörfern wurden, die verrotteten Häuser neu angemalt wurden um den Ossi zu beglücken, während die Industriebrachen weiter vor sich hin rotten und man sich beim Arbeitsamt trifft. Viele LPGs wurden zerschlagen, weil Alteigentümer eintrafen und ihr angebliches Land zurückwollten. Gekonnt wurden per Gericht Genossenschaften zerschlagen, von windigen Insolvenzverwaltern das Blaue vomHimmel versprochen. Die Bodenreform als Ergebnis der Niederlage der Faschisten im 2. Weltkrieg wurde zunichte gemacht. Der Bankrott des Revisionismus in der DDR hat die DDR den westdeutschen Kapitalisten zum Fraß vorgeworfen. Statt die Heimat zu verteidigen, wurde die NVA aufgelöst. Der Verdienst der revolutionären Soldaten der NVA war es dem Schießbefehl des Egon Krenz nicht zu folgen. Doch in den Soldatenräten spukten bereits die trotzkistischen Spalter der Trotzkistischen Liga herum und setzten ihr Vernichtungswerk gegen die KPD/ML fort. Bekanntlich wurde 1985 der Vorsitzende und Gründer der KPD/MLGenosse Ernst Aust von der Spaltertruppe um Horst-Dieter „Hodschi“ Koch abgesägt. Somit breitete sich in den Soldatenräten 1989 der Pazifismus aus. Die Einheit von Arbeitern, Bauern und Soldaten wurde zerschlagen. Wenn nun am 3. Oktober geschwollene Festreden gehalten werden über die fantastische Beglückung der Ossis mit Bananen, Apfelsinen und DMs und gleich weiter mit €uros per Vermögensklau durch Währungsreform, dann sollte nicht nur die Faust in der Tasche stecken, sondern erhoben werden gegen die Annexion der DDR.

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*